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Europa aktuell

Deutschland: Beifang ohne Ende

Nach jahrelangen drastischen Kürzungen der Dorsch-Fangquoten gibt es in der Ostsee einen leichten Hoffnungsschimmer. Die viel gescholtene EU-Fischereipolitik zeigt erste Wirkungen.

Ein Dorsch zappelt im Netz der Drillinge Peter, Gustav und Fritz Lender aus Niendorf/Ostholstein bei ihrer Fischerei am fruehen Donnerstagmorgen, 6. April 2000, auf der Ostsee in Hoehe von Sierksdorf. Die Brueder sind Fischer - und das schon in der sechsten Generation. Bis zum Morgen war die Ausbeute an Heringen gleich null, obwohl jetzt Fangzeit ist. Dafuer war ihnen der Dorsch umso mehr in die Netze gegangen. (AP Photo/Heribert Proepper)

Noch vor einem Jahr galt der Dorsch in der Ostsee als völlig überfischt. Nun empfehlen die Experten des Internationalen Rats für Meeresforschung eine Erhöhung der Fangmengen für die Bestände in der östlichen Ostsee. Dazu haben auch regelmäßige Kontrollen der Fischkutter beigetragen. Aber in einem Punkt sind die Kontrolleure machtlos: Sie müssen immer noch tatenlos zu sehen, wie der Beifang von jungen Dorschen, Schollen und anderen Fischen nutzlos über Bord geworfen wird. Eine riesige Verschwendung, denn diese Fische sind noch nicht geschlechtsreif und fallen so für die Erhaltung des Bestands aus. Dabei geht es auch ohne Beifang.

Der Fischer Christof Henke zeigt im Hafen Barhöft (Nordvorpommern) einen stattlichen Dorsch, aufgenommen am Dienstag (20.10.2009). Nach harten Verhandlungen haben sich die europäischen Fischereiminister auf die Fangquoten für die Ostseefischerei für das kommende Jahr geeinigt. Demnach werden die erlaubten Fangmengen für Hering in der westlichen Ostsee um 16,5 Prozent gesenkt. Die Quoten für Dorsch werden in der östlichen Ostsee um 15 Prozent, in der westlichen Ostsee um 8,6 Prozent angehoben. Foto: Stefan Sauer dpa/lmv/lno (zu dpa 0051 und 0518 vom 20.10.2009) +++(c) dpa - Bildfunk+++