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Fußball

Deutsches Trio will an Europas Geldtöpfe

Leverkusen, Dortmund und Stuttgart stehen vor dem Sprung in die Europa League. Die drei Favoriten gehen allesamt mit Hinspiel-Siegen in die entscheidenden Qualifikations-Rückspiele. Am engsten wird es für Stuttgart.

Lucas Ramon Barrios, links, und Dortmunds Shinji Kagawa jubeln (Foto: apn/ Mark Keppler)

Für Borussia Dortmund dürfte das Rückspiel am Donnerstag (26.08.2010) gegen den Vertreter aus Aserbaidschan, Quarabag Agdam, zu einem Selbstläufer werden. Das Hinspiel in Dortmund gewann der BVB locker mit 4:0 (4:0). Anstrengend könnte aber die lange Anreise werden: Beide Städte trennen 3.500 Kilometer. Kein Problem für BVB-Sportdirektor Michael Zorc: "Dass die Reise ans Kaspische Meer weit und möglicherweise beschwerlich ist, darf für uns keine Rolle spielen. Wir wollen in die Gruppenphase." Und für Kapitän Sebastian Kehl gab´s Nachhilfe in Geographie: "Qarabag? Da muss ich mal in den Atlas schauen. Trotz der langen Reise sage ich: Es hätte sportlich schlimmer kommen können." Mit dem 4:0 im Rücken müsste schon ein großes Fußballwunder geschehen, um den BVB noch vom Einzug in die Europa League abhalten zu können. Der Champions-League-Sieger von 1997 stünde damit zum ersten Mal nach 2003 endlich wieder auf der internationalen Bühne.

Knapper Vorsprung für Stuttgart

Christian Gross, Trainer des Bundesligisten VfB Stuttgart(Foto: Uli Deck, dpa)

Trainer Gross war nicht zufrieden mit dem Hinspiel

Schwieriger gestaltete sich das Hinspiel für den VfB Stuttgart beim slowakischen Vizemeister Bratislava. Mit 1:0 (0:0) mühten sich die Stuttgarter zum Sieg über den Außenseiter. Erst zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang Martin Harnik der goldene Auswärtstreffer zum knappen Sieg. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic nimmt den Gegner deshalb auch durchaus ernst: "Das ist eine absolute Spitzenmannschaft in der Slowakei. Wir benötigen unsere volle Konzentration, um weiter zu kommen." Überschattet wurde das Hinspiel von Ausschreitungen der Fans, die Partie musste unterbrochen werden. Und auch der Start in die Bundesliga verlief alles andere als glücklich: Nach einem verschossenen Elfmeter durch Cacau verloren die Stuttgarter gegen Mainz mit 0:2. "Wir müssen uns schnellstens festigen", forderte deshalb auch Trainer Christian Gross. "Aber ich bin sicher, dass wir unsere Probleme in den Griff kriegen."

Ballack mit Leverkusen auf Kurs

Michael Ballack jubelt nach seinem verwandelten Elfmeter gegen SC Tavrija Simferopol (Foto: apn/Hermann J. Knippertz)

In der Ukraine nicht mit dabei - Michael Ballack

Auch Bayer Leverkusen darf von prominenteren Namen als dem seines Gegners Tawrija Simferopol träumen. Nach dem 3:0 (3:0)-Hinspielsieg, bei dem Rückkehrer Michael Ballack in der zweiten Halbzeit sein Comeback mit einem verwandelten Elfmeter feierte, stehen die Chancen auf das Erreichen der Gruppenphase mehr als gut. Mit dem 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga im Rücken reist Leverkusen mit Selbstbewusstsein an. "Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen", sagte Tranquillo Barnetta. "Wir wollen ein Tor schießen, das wäre beruhigend." Ballack wird in der Ukraine allerdings nicht mit dabei sein. Der 33-Jährige soll für das bevorstehende Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach geschont werden und weiter an seiner Fitness arbeiten.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Arnulf Boettcher

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