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Sport-News

Deutsches Team verliert auch gegen Schweden

Trotz einer starken kämpferischen Leistung verliert die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihr WM-Spiel gegen Gastgeber Schweden mit 2:5. Gegen die restlichen Gruppengegner zählen jetzt nur noch Siege.

Gegen die eiskalte Effizienz der Skandinavier war die Auswahl von Bundestrainer Jakob Kölliker beim 2:5 (1:1, 1:2, 0:2) in Stockholm machtlos. Nur 24 Stunden nach der unglücklichen 0:2-Pleite gegen Rekordchampion Russland hatten die deutschen Spieler wieder alles gegeben, waren bedingungslos gestürmt und wurden wieder nicht für ihren Einsatz belohnt. "Wir haben alles gegeben. Die haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt", fasste Nationalspieler Christoph Schubert das Spiel zusammen.

Der klare Favorit Schweden begann vor heimischem Publikum mit dem gefürchteten schnellen Spiel, mit dem sie schon ihre ersten drei Gruppengegner dominiert hatten. Deutschland ließ sich von dem Tempo überrumpeln und schon nach knapp einer Minute stand es 0:1. Schwedens Marcus Kruger hatte nach einem Abpraller die Scheibe an Torhüter Dennis Endras vorbei ins deutsche Tor gelegt (1:17).

WM-Stimmung in Stockholm

Bis zum Ende des ersten Drittels entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel. Vor 11.500 Zuschauern in der fast ausverkauften Eishockey-Arena von Stockholm kam dabei zum ersten Mal bei einem deutschen Spiel WM-Stimmung auf. Die zahlreichen schwedischen Fans konnten zusehen, wie sich ihr Heimteam mit großer Passsicherheit die besseren Chancen erarbeitete. Kurz vor der Pause zahlte es sich jedoch aus, dass die Deutschen das hohe Tempo mitgingen. In Überzahl gelang Philip Gogulla mit der Pausensirene der Anschluss zum 1:1 (20.).

Im zweiten Drittel legte das mit NHL-Spielern gespickte schwedische Team nach. Einen schnell gespielten Angriff schloss Viktor Stalberg zum 2:1 ab (27.). Kurz darauf konnte der WM-Gastgeber sein Powerplay nutzen und erhöhte zum 3:1. Gegen den Weitschuss von Viktor Karlsson (29.) war Torhüter Dennis Endras machtlos.

Schwedens Niklas Persson (l) jubelt über sein Tor gegen Deutschland. Foto: dpa

Schwedens Niklas Persson (l) jubelt über sein Tor gegen Deutschland

Das deutsche Team kämpft bis zum Schluss

Die Deutschen verlegten sich nach dem Doppelschlag nicht auf das Verteidigen, sondern suchten ihre Chance weiter im Angriff. Nach einer schönen Kombination konnte der Düsseldorfer Patrick Reimer zum 2:3 einschießen (37.). Eine Reihe von Fehlern in der deutschen Abwehr nutze Niklas Persson zum 4:2 und damit zum erneuten Zwei-Tore-Abstand (43.). Spätestens ab diesem Zeitpunkt spielten die Schweden ihre ganze Klasse aus und trafen in der Endphase noch durch Johan Franzen zum 5:2-Endstand (49.).

"Wir haben gegen eine richtig starke Mannschaft verloren. Die sind ziemlich abgezockt und eine super Truppe", sagte Stürmer Christoph Ullmann. Für die deutsche Mannschaft ist gegen Dänemark (12.5.), Norwegen (13.5.) und Tschechien (15.5.) Siegen nun fast Pflicht, soll der vierte Platz und damit das Viertelfinale erreicht werden. Denn das ist das ausgerufene Minimalziel und würde gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi bedeuten.