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Sport

Deutsches Säbel-Team holt Gold

Die deutschen Säbelfechter gewinnen bei der WM in Kasan die Goldmedaille und krönen sich zum ersten Mal in der Geschichte zum Teamweltmeister. Und das trotz gesundheitlicher Probleme.

Als das historische WM-Gold perfekt war, gab es bei den deutschen Säbelfechtern kein Halten mehr. Nicolas Limbach sank jubelnd auf die Knie, seine Teamkollegen Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo begruben ihn nur Sekunden später unter sich. Nach vielen vergeblichen Versuchen machte die Mannschaft durch ein 45:41 gegen Olympiasieger Südkorea den Weltmeistertitel perfekt. Und schrieb dadurch gleichzeitig Geschichte:

"Weltmeister? Hört sich ziemlich gut an!"

Noch nie stand ein deutsches Säbelteam bei einer Weltmeisterschaft ganz oben auf dem Podest. "Das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Heute hat sich keiner in die Hose gemacht", sagte der ehemalige Einzel-Weltmeister Limbach, der bei der Siegerehrung einige Tränen verdrückte. Und Hartung erklärte: "Weltmeister? Hört sich ziemlich gut an." Seit Jahren versuchte sich das Quartett bei einer WM an einer Medaille - bis zu den Titelkämpfen in Kasan vergebens. Nach Platz vier bei der WM 2011 gab es im Vorjahr Rang fünf. Genauso wie 2012 bei Olympia. Am Montag gab es für die auch privat miteinander befreundeten Fechter dann endlich das goldene Happy End.

Happy End trotz gesundheitlicher Probleme

Der deutsche Säbel-Fechter Max Hartung (R) im Duell mit Junghwan Kim aus South Korea (Foto: Reuters)

Der deutsche Säbel-Fechter Max Hartung (R) im Duell mit Junghwan Kim aus South Korea.

Und das trotz gesundheitlicher Probleme: Limbach kämpfte mit leichtem Schüttelfrost, Hartung mit einem Magen-Darm-Infekt. Doch weder von ihrer angeschlagenen Gesundheit noch vom Olympiasieger oder dem bis dahin amtierenden Weltmeister Russland im Halbfinale ließen sie sich von ihrem Weg abbringen. Auch nicht, durch den zwischenzeitlichen Rückstand im Finale. Hier stand es zwischenzeitlich 10:17, ehe Wagner und Limbach Treffer für Treffer aufholten. Beim 25:24 lagen sie in Führung und brachten sie bis ins Ziel.

Erstmals seit Florett-Star Peter Joppich 2010 gibt es damit wieder deutsche Fecht-Weltmeister. Es war gleichzeitig das zweite deutsche Edelmetall dieser Titelkämpfe. Nach Silber durch Degenfechterin Britta Heidemann ist die offizielle Vorgabe des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) von zwei bis drei Medaillen damit bereits jetzt erfüllt.

Für das deutsche Damenteam kam das Aus im Achtelfinale. Stefanie Kubissa, die deutsche Meisterin Sibylle Klemm, Anna Limbach und Alexandra Bujdoso verloren gegen den Vorjahresvierten Italien 35:45 und belegten in der Endabrechnung Rang elf.