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Sport

Deutsches EM-Gold vom Turm

Das Duo Hausding/Klein holt Gold im Synchronspringen vom Turm. Damit erreichen die deutschen Wasserspringer in Berlin schon vor der EM-Halbzeit das Minimalziel von fünf Medaillen. Biedermann hadert mit Platz zwei.

Mit einer Demonstration ihrer Extraklasse haben die Wassersprung-Weltmeister Patrick Hausding und Sascha Klein bei der Heim-EM Gold gewonnen und ihre Rekordserie ausgebaut. Das deutsche Vorzeige-Duo siegte nach einer nahezu fehlerfreien Leistung im Turm-Synchronspringen und feierte damit seinen siebten EM-Sieg in Folge. "Wir freuen uns gigantisch", sagte Klein, "der Druck im Kopf steigt von Jahr zu Jahr". Die Zweiten, Wadim Kaptur und Yauheni Karaliou aus Weißrussland, wiesen schon einen deutlichen Rückstand auf, Bronze ging an die Ukrainer Olexander Bondar und Maxim Dolgow.

Für Hausding und Klein, die sich im vergangenen Jahr in Barcelona erstmals den WM-Titel gesichert hatten, war es jeweils das zehnte EM-Gold ihrer Karriere. Hausding hatte sich bereits am Vortag in Berlin den

Titel vom Ein-Meter-Brett

gesichert, Klein war zum Auftakt im Teamwettbewerb zu Bronze gesprungen. "Die Jungs sind edelmetallsüchtig", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Tina Punzel EM-Dritte vom Ein-Meter-Brett

Tina Punzel beim Sprung vom Ein-Meter-Brett (Foto: Hannibal/dpa)

Tina Punzel beim Sprung vom Ein-Meter-Brett

Zuvor sorgte Tina Punzel für die vierte deutsche Wassersprung-Medaille. Die 19-Jährige wurde Dritte vom Ein-Meter-Brett. Mit Sascha Klein hatte sie in Berlin schon

Bronze im Team-Wettbewerb

geholt. "Ich bin total glücklich über die Medaille, es war supereng und hätte auch anders ausgehen können", sagte die strahlende Punzel, der schon vor dem letzten Sprung ein Lächeln über das Gesicht gehuscht war.

Titelverteidigerin Tania Cagnotto aus Italien sicherte sich ihren fünften Titel vom Ein-Meter-Brett seit 2009. Die WM-Zweite siegte vor der Russin Kristina Ilinich. Nora Subschinski war in der Qualifikation als 14. gescheitert.

Nach fünf von elf Sprungentscheidungen hat der Deutsche Schwimm-Verband nun fünf Medaillen in seiner Bilanz, darunter zweimal Gold. Fünf bis sieben Plaketten sind das Ziel in Berlin.

Zweimal Silber für Beckenschwimmer

Unterdessen verpasste Weltrekordler Paul Biedermann seinen vierten Europameistertitel in Folge über 200 Meter Freistil um zwei Hundertstelsekunden. Zwei Tage nach seinem

unnötigen Vorlauf-Aus über 400 Meter

musste sich der 28-Jährige lediglich dem Serben Velimir Stjepanovic geschlagen geben. Bronze ging an Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel aus Frankreich.

Für Biedermann ist es die 14. internationale Medaille auf der Langbahn und die erste seit der EM 2012. "Ich habe Silber gewonnen. Aber es fällt mir schwer, mich zu freuen. Das Publikum hier hat nur Gold verdient. Bei zwei Hundertstel kann man schwer sagen, woran es gelegen hat. Das ist die beste Leistung, die ich derzeit drauf habe", sagte Biedermann in der ARD.

Silbermedaillengewinner Paul Biedermann, Sieger Velimir Stjepanovic und der Dritte Yannick Agnel zeigen ihre Medaillen (Foto: DAMIEN MEYER/AFP/Getty Images)

200 Meter Freistil: Silber für Paul Biedermann (l.-r.) , Gold für Velimir Stjepanovic und Bronze für Yannick

Auch Philip Heintz holte die Silbermedaille, der Kurzbahn-Europameister schlug über 200 Meter Lagen als Zweiter an. Der Sieg ging mit knappem Vorsprung an den mehrmaligen Olympiamedaillengewinner und Dauer-Europameister Laszlo Cseh aus Ungarn. Markus Deibler verpasste als Vierter um sieben Hundertstelsekunden den Bronzerang des Briten Roberto Pavoni. Die letzte deutsche EM-Medaille in dieser Disziplin hatte Christian Keller als Zweiter bei den Titelkämpfen 2000 gewonnen.

Drei Finals ohne deutsche Starter

Die Schwedin Sarah Sjöström gewann die 100 Meter Freistil. Auf der Weltrekordstrecke der zurückgetretenen Britta Steffen holte sich die Niederländerin Femke Heemskerk Silber, Dritte wurde Sjöströms Teamkollegin Michelle Coleman. Deutsche Schwimmerinnen waren nicht am Start. Über 100 Meter Brust siegte Rikke Moeller Pedersen aus Dänemark, vor Jennie Johansson aus Schweden und der Italienerin Ariana Castiglioni. Vanessa Grimberg war im Halbfinale gescheitert.

Der Italiener Gregorio Paltrinieri schwamm mit Europarekord zum EM-Titel über 1500 Meter Freistil. In 14:39,93 Minuten lag der 19-Jährige im Berliner Velodrom mehr als drei Sekunden unter der sechs Jahre alten Bestmarke des Russen Juri Prilukow aus der Ära der Hightech-Anzüge. Silber ging in 14:50,39 an Pal Joensen von den Färöer. Dritter wurde der Italiener Gabrielle Detti. Deutsche Schwimmer waren nicht am Start.

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