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Sport

Deutsches Duell zum Wimbledon-Auftakt

Deutschlands Profis stehen zum Start des Turniers in Wimbledon vor kniffligen Aufgaben. Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber etwa treffen gleich aufeinander. Sabine Lisicki steht derweil schon in Runde zwei.

Tommy Haas (r.) und Philipp Kohlschreiber(Foto: AP)

Philipp Kohlschreiber (l.) und Tommy Haas

Gleich zum Auftakt des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres in Wimbledon (25. Juni bis 8. Juli) kommt es zum deutschen Topduell. In der ersten Runde des Klassikers in London treffen Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber aufeinander. Der 34-jährige Haas hatte eine Wildcard für das Rasenturnier erhalten, Kohlschreiber ist an Nummer 27 gesetzt. "Das ist eine schwierige Auslosung für uns beide und auch ein bisschen schade für die deutschen Fans", sagte Haas. "Wir könnten beide weit kommen hier in Wimbledon, nun scheidet einer in Runde eins aus. Es ist schon kurios, dass wir zum vierten Mal gegeneinander spielen und das immer auf Rasen." Die beiden Deutschen hatten zuletzt beim Turnier im westfälischen Halle gegeneinander gespielt. Haas setzte sich im Halbfinale durch und gewann anschließend überraschend auch das Endspiel gegen den Schweizer Roger Federer. In Runde drei von Wimbledon könnte es für Haas oder Kohlschreiber zum Duell mit dem Spanier Rafael Nadal kommen.

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Vor dem Grand Slam von Wimbledon

Angelique Kerber, in Wimbledon als beste Deutsche an Nummer acht gesetzt, spielt zu Beginn gegen die Tschechin Lucie Hradecka, Nummer 68 der Welt. "Hradecka ist als Erstrunden-Los nicht ohne", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Im Viertelfinale könnte zudem bereits Paris-Champion Maria Scharapowa aus Russland auf die Deutsche warten.

Sabine Lisicki hat ihr Auftaktmatch bereits gewonnen. Die Halbfinalistin des
vergangenen Jahres setzte sich gegen die Kroatin Petra Martic 6:4, 6:2 durch. Insgesamt sind aus dem deutschen Lager fünf Damen und zehn Herren qualifiziert.

Scharapowa und Djokovic topgesetzt

An der Spitze der Damen-Setzliste beim wichtigsten Tennisturnier der Welt steht Maria Scharapowa. Die Nummer eins der Welt hatte 2004 zum bislang einzigen Mal auf dem heiligen Rasen triumphiert und wird bei den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August) in London die russische Fahne ins Olympiastadion tragen. Es folgen in der Setzliste die Weißrussin Victoria Asarenka, die Polin Agnieszka Radwanska und Vorjahressiegerin Petra Kvitova aus Tschechien.

Die Titelverteidiger von Wimbledon: Petra Kvitova und Novak Djokovic (Foto: picture alliance)

Die Titelverteidiger von Wimbledon: Petra Kvitova und Novak Djokovic

Bei den Herren steht Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien ganz oben vor den ehemaligen Wimbledonsiegern Rafael Nadal aus Spanien und dem Schweizer Federer.

Generalprobe für Olympia

Der dreimalige Wimbledon-Sieger Boris Becker kann die Matches in seinem "Wohnzimmer" kaum noch erwarten. "Es wäre einmalig, wenn ein Spieler das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gewinnen würde und drei Wochen später auch noch die olympische Goldmedaille an gleicher Stelle", sagte Becker. "Das wird es in der Geschichte des Tennissports nie wieder geben. Insofern ist das eine Motivation für alle Spieler, dort ihr Bestes zu geben." Am ehesten traut der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner einem Vertreter aus dem Spitzentrio Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer den Doppelschlag zu. Federer sei mit seinen fast 31 Jahren "noch lange nicht am Ende. Er ist körperlich gesund und geistig frisch."

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