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Umweltschutz

Deutscher Umweltpreis 2017: Initiatoren des "Grünen Bandes" ausgezeichnet

Neben den Wegbereitern für das größte europäische Naturschutzgebiet wurden auch zwei Unternehmer ausgezeichnet, die besonders energiesparende Elektromotoren bauen. Einem Politiker wurde der Preis posthum zugesprochen.

Der mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Umweltpreis 2017 wurde in der Stadthalle Braunschweig an drei Naturschützer und zwei Unternehmer überreicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte in seiner Laudation die Bedeutung des Engagements ehrenamtlicher Mitarbeiter für den Umweltschutz.

Kai Frobel, Inge Sielmann und Hubert Weiger (v.l.n.r.) erhielten die Auszeichnung dafür, dass sie das erste und größte gesamtdeutsche Naturschutzprojekt initiiert haben: Als "Grünes Band" (Artikelbild) blieb der ehemalige "Todesstreifen", auf dem die verminten und mit Stacheldraht und Selbstschussanlagen gesicherten Grenzanlagen der ehemaligen DDR standen, von der Ostsee bis zur deutsch-tschechischen Grenze dank des Engagements der Naturschützer als Zuflucht für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten. Daraus habe sich, so die Jury des Umweltpreises, eine europäische Initiative entwickelt, die als Symbol der Überwindung des Kalten Krieges gelte.

Deutscher Umweltpreis 2017 -Johannes und Bernhard Oswald (picture-alliance/dpa/Fotografie Miltenberg/J. Kortus)

Johannes (li.) und Bernhard Oswald

Weltmarktführer im Energiesparen

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Bernhard und Johannes Oswald aus Miltenberg für die Entwicklung besonders energiesparender Elektromotoren. Mit ihrer Erfindung hätten Vater und Sohn Oswald die Energieeffizienz und Produktivität von industriellen Anlagen wie Zerkleinerern oder Pressen deutlich erhöht, hieß es zur Begründung. Mittlerweile seien sie mit ihrer neuen umweltentlastenden Erfindung sogar Weltmarktführer.

Ehrenpreis posthum

Der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis geht posthum an den früheren Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brum. Der im August dieses Jahres verstorbene Politiker gilt als einer der Wegbereiter des Klimaabkommens von Paris.

Seinem persönlichen Engagement und diplomatischen Geschick als engagierter Vertreter der pazifischen Inselstaaten sei es maßgeblich zu verdanken gewesen, dass es 2015 zum Pariser Klimaschutzabkommen gekommen sei, sagte der stellvertretende Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Werner Wahmhoff.

Umweltpreis seit 1993

Mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU werden seit 1993 Personen und Leistungen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Es können Projekte, Maßnahmen oder Lebensleistungen prämiert werden.

Preisträger waren in der Vergangenheit unter anderem der Entwickler des "Fairphones", Bas van Abel, der Klimaforscher Mojib Latif, der Umweltwissenschaftler Ernst-Ulrich von Weizsäcker und der ehemalige Leiter des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer.

mak/SC (epd, dpa, dbu.de, tagesschau.de)