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Fußball

Deutscher Meister Borussia Rekordmund

Selten dominierte ein Team die Bundesliga so wie in dieser Saison Borussia Dortmund. Die junge Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp sicherte sich vorzeitig den Titel und stellte dabei mehrere Rekorde auf.

Spieler von Borussia Dortmund feiern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. (Foto: )

Fans von Borussia Dortmund feiern mit einer Kopie der Meisterschale (Foto: dpa)

Einfach nur meisterlich: Fans von Borussia Dortmund

Vor der Saison waren sich nahezu alle Experten einig: Bayern München wird wieder Deutscher Meister. Und Borussia Dortmund schafft - wenn es gut läuft – gerade Mal die Qualifikation für die Europa League. Tatsächlich aber spielte der BVB im Gegensatz zu den Bayern eine überragende Saison und machte seinen siebten Meistertitel am 32. Spieltag mit dem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg vorzeitig perfekt.

Dieser Triumph ist längst keine Überraschung mehr, schon in der Hinrunde beherrschte Dortmund fast nach Belieben die Konkurrenz. Und so startete der Herbstmeister dann auch mit dem größten Vorsprung der Bundesliga-Historie in die zweite Saisonhälfte. Rekord sind zudem acht Auswärtssiege in Serie. Insgesamt gab es bisher sogar 22. Saisonsiege. Und kein anderes Team kassierte in dieser Spielzeit bislang so wenig Niederlagen (5) und so wenig Gegentore (21). Dortmund ist auch europäischer Zuschauerkrösus. Im Schnitt lockte der BVB 79.052 Zuschauer pro Spiel in die Arena.

Götze, Kagawa und Co.

Dortmunds Spieler jubeln nach einem Treffer durch Mario Goetze (4.v.l.). (Foto: dapd)

Dortmunds "junge Wilde": Die Mannschaft feiert einen Treffer von Mario Götze (4.v.l.)

Mit seinem herzerfrischenden Fußball beeindruckte der BVB auch viele neutrale Fußball-Fans. Das junge Team, in dem überwiegend Spieler standen, die 22 Jahre und jünger sind, überzeugte mit viel Einsatz- und Laufbereitschaft sowie Spielfreude und Kreativität. Und trotz aller Prognosen, nach denen eine solch junge Mannschaft dem großen Druck nicht standhalten kann, stürmten die Schwarz-Gelben von Sieg zu Sieg - auch wenn der große Vorsprung im Saisonendspurt ein wenig zusammenschmolz. Selbst den langen Ausfall des neuen Mittelfeldstars Shinji Kagawa meisterte die Borussia ohne Probleme.

In die Rolle des verletzten Japaners schlüpfte der erst 18 Jahre alte Mario Götze. Er gilt als das größte Talent im deutschen Fußball. Für Bundestrainer Joachim Löw ist Götze nicht mehr aus der A-Nationalmannschaft wegzudenken. Und auch um Jungprofis wie Nuri Sahin, Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer oder Sven Bender wird der BVB beneidet. Für den großen Erfolg sorgten aber auch die Routiniers wie Torhüter Roman Weidenfeller und Stürmer Lucas Barrios. Die richtige Mischung macht es.

Der Star ist der Trainer

Dortmunds Trainer Jürgen Klöpp lacht (Foto: dpa)

Hat gut lachen: BVB-Trainer Jürgen Klopp

Als Architekt des neuen BVB gilt Trainer Jürgen Klopp. Er setzte die Vorgabe der Vereinsführung, auch ohne viel Geld einen schlagkräftigen Kader zu formen, in beeindruckender Manier um. Seit der frühere Mainzer das Kommando führt, ging es mit dem von der Insolvenz bedrohten Revierclub steil bergauf. Die Saison 2008/09 schloss er auf Rang sechs ab. In der letzten Saison gelang mit Platz 5 die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Und nach dem Meistertitel 2011 will sich der Verein auch wieder in der Champions League etablieren.

Die Klubspitze kalkuliert mit rund 20 Millionen Euro Einnahmen aus der europäischen Königsklasse. Mit einem Höhenflug haben auch die Aktien von Borussia Dortmund reagiert. Seit Saisonbeginn legten sie an der Börse insgesamt um mehr als 150 Prozent zu. Nicht von ungefähr haben die Verantwortlichen den Vertrag mit dem 43-Jährigen Publikumsliebling Klopp vorzeitig bis 2014 verlängert.

Autor: Arnulf Boettcher

Redaktion: Wolfgang van Kann

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