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Aktuell Nahost

Deutscher Frachter mit Waffen für Assad-Regime gestoppt

Ein mit Waffen beladener Frachter ist vor Syrien gestoppt worden. Die deutsche Reederei verhinderte die Weiterfahrt ihres an eine ukrainische Firma vermieteten Schiffes. Die Ladung sei falsch deklariert gewesen.

Wie "Spiegel Online" berichtet, stoppte der Kapitän des offenbar mit Waffen beladenen deutschen Frachters das Schiff kurz vor Erreichen des syrischen Mittelmeerhafens Tartus. Weiter wird berichtet, die "Atlantic Cruiser" der Emder Reederei Bockstiegel habe vor einigen Tagen im Hafen von Dschibuti von einem iranischen Frachter "schweres Militärgerät und Munition" für das syrische Regime übernommen.

Schiffsmieter hatte Pumpen und Ähnliches als Ladung angegeben

Die geplante Umgehung des Waffenembargos sei durch Überläufer im syrischen Regierungsapparat bekannt geworden. "Wir haben das Schiff gestoppt, nachdem wir Hinweise auf die Waffenladung erhielten", sagte Schiffsmakler Torsten Lüddeke von der C.E.G. Bulk Chartering, die für die Befrachtung des Schiffs verantwortlich ist, dem Internet-Portal "Spiegel Online". Der Frachter sei an die ukrainische Firma White Wale Shipping in Odessa vermietet worden. "Die haben uns als Ladung vor allem Pumpen und ähnliche Dinge deklariert", sagte Lüddeke. "Waffen hätten wir nie an Bord gelassen". Der 6200-Tonnen-Frachter werde nun erst einmal auf dem Mittelmeer bleiben und keinen Hafen anlaufen, so Lüddeke.

Die EU-Länder haben wegen des gewaltsamen Vorgehens der syrischen Führung gegen die Protestbewegung verschiedene Sanktionen gegen die Führung in Damaskus verhängt, unter anderem ein Waffenembargo. Ein Waffenembargo der Vereinten Nationen wird von Russland allerdings blockiert.

qu/hp/as (dapd, afp, dpa, Spiegel Online)