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Filme

Deutscher Filmpreis: Ehrung für politisches Kino

Die Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreis wurde in diesem Jahr zur Bühne für politische Statements. Jurypräsidentin Iris Berben appellierte an den Mut der Filmbranche: "Wir müssen handeln."

Bei der glamourösen Gala in Berlin, bei der der Film "Der Staat gegen Fritz Bauer" als großer Sieger des diesjährigen deutschen Filmpreises hervorging, gab es viele ernste Töne auf der Bühne. Einige Laudatoren und Ausgezeichnete nahmen in ihren Reden Bezug auf die derzeitig angespannte Lage in Deutschland. Das durch die Flüchtlingsfrage verschärfte politische Klima in Europa treibt auch Filmemacher und Schauspieler um.

"Wir dürfen nicht verstummen"

"Ausländer- und islamfeindliches Gedankengut ist mittlerweile Parteiprogramm geworden", mahnte die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, in ihrer engagierten Rede an das Galapublikum. "Aber wir dürfen als Künstler nicht verstummen." Auch Schauspieler Elyas M'Barek schloss sich dem an. Er nahm - stellvertretend für den abwesenden Regisseur der Komödie "Fack Ju Göhte 2", Bora Dagtekin - die Lola für den besucherstärksten Film des Jahres 2016 entgegen.

Publikumsliebling M´Barek erinnerte unter starkem Beifall daran, dass dieser äußerst erfolgreiche Kinofilm "ohne Menschen mit ausländischen Wurzeln" nicht möglich gewesen wäre. Dagtekin ist als deutsch-türkischer Drehbuchautor und Regisseur mehrfach ausgezeichnet worden und arbeitet seit langem in Deutschland.

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