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Aktuell Deutschland

Deutscher Fernsehpreis für Günter Wallraff

Deutschlands Fernsehmacher feiern sich selbst. In Köln wurde der Deutsche Fernsehpreis verliehen - zum letzten Mal in dieser Form.

Der Deutsche Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Reportage" ging an Günter Wallraff. Der 72 Jahre alte Enthüllungsjournalist erhielt den Preis für die RTL-Reihe "Team Wallraff - Reporter undercover". Wallraff lobte beim Entgegennehmen der Trophäe ausdrücklich den Privatsender RTL, der die Reihe produziert. "Ich muss auch dem Sender - das überrascht mich immer wieder - ein Kompliment machen", sagte er. "Die nehmen in Kauf, dass mächtige Anzeigenkunden abspringen." Die Reihe hatte in Undercover-Reportagen unter anderem Missstände in einigen Pflegeheimen und in bestimmten Burger-King-Filialen enthüllt.

Oliver Welke zweifacher Preisträger

Den Ehrenpreis der Stifter erhält in diesem Jahr der Fernsehjournalist Gerd Ruge. Einen Sonderpreis Sport erhalten Tom Bartels, Mehmet Scholl und Oliver Welke für die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Welke erhielt zudem für die satirische "heute-show" den Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Comedy". Für den Preis waren in elf Kategorien insgesamt 33 Produktionen oder Persönlichkeiten nominiert.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung herausragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Stifter wollen den Preis in der bisherigen Form nicht fortsetzen und haben TV-Produktionsfirmen dazu aufgerufen, Vorschläge für eine neue Form und ein neues Konzept zu machen.

cr/haz (dpa, epd)

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