Deutscher Entwicklungshelfer im Niger entführt | Aktuell Afrika | DW | 11.04.2018
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Westafrika

Deutscher Entwicklungshelfer im Niger entführt

Bewaffnete Männer haben laut örtlichen Behörden den Mann aus Deutschland an der Grenze zu Mali verschleppt. Er befand sich auf dem Rückweg von einem Hilfseinsatz.

Grenze Mali - Niger (Getty Images/AFP/S. Ag Anara)

Dschihadistische Gruppen versuchen, das Gebiet an der Grenze zwischen Niger und Mali zu kontrollieren

Nigers Generalstaatsanwalt Cheibou Samna bestätigte den Vorfall etwa 25 Kilometer südlich der Stadt Inates und erklärte die bewaffneten Männer seien mit Motorrädern unterwegs gewesen. Der Entwicklungshelfer arbeitet für die Hilfsorganisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe". Samna nannte den Namen des entführten Deutschen, gab aber keine weiteren Einzelheiten bekannt.

Die stellvertretende Geschäftsführerin von "Help", Bianca Kaltschmitt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten alle nötigen Krisenmaßnahmen eingeleitet, könnten aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben machen. Man stehe in engem Austausch mit der deutschen Botschaft vor Ort und dem Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes.

Dschihadistische Gruppierungen, darunter auch solche, die Al-Kaida und dem "Islamischen Staat" (IS) nahestehen, haben immer wieder Militärs und Zivilisten im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger angegriffen. Eine Gruppe der ISTerrormiliz in Westafrika reklamierte einen Angriff für sich, bei dem im Oktober vier US-Soldaten und mindestens vier nigrische Soldaten getötet wurden. Rund 4000 französische Soldaten unterstützen Länder der Sahelzone im Kampf gegen Terrorgruppen. Auch Italien ist im Niger mit einem größeren Truppenkontingent vertreten.

fab/qu (dpa, rtre, afp)

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