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Wissen & Umwelt

Deutscher Ebola-Schnelltest kommt

Der Ebola-Test eines deutschen Unternehmens ist leicht zu benutzen und zu lagern. Und: Seine Markteinführung kommt sehr gelegen, denn gerade steigt wieder die Anzahl derer, die sich mit Ebola infizieren.

Video ansehen 03:10

Ebola-Schnelltest: Gewissheit in wenigen Minuten

Gute Nachrichten im Kampf gegen Ebola: Das deutsche Pharmaunternehmen Stada gab am Montag (09.02.2015) bekannt, dass es im März einen

Ebola-Schnelltest

auf den Markt bringen wird. Der Test wurde von der Weimarer Firma Senova hergestellt und wird für nur 3,20 Euro an Hilfsorganisationen verkauft. Ergebnisse zeigt er bereits zehn Minuten nach dem Testen einer vorbehandelten Blutprobe an.

Um Verstorbene auf Ebola zu testen, ist nicht einmal eine Blutprobe nötig. Hier genügt schon ein Abstrich aus dem Hals. Ein Schnelltest, um festzustellen, ob eine Person an Ebola gestorben ist, ist wichtig, da sich in den westafrikanischen Ländern viele Menschen mit der Krankheit anstecken, wenn sie ihren toten Verwandten die letzte Ehre erweisen.

Senova Besitzer

Hans Herrmann Söffing sagte der DW

im vergangenen Dezember, dass die Firma theoretisch 10.000 Tests am Tag produzieren könnte. "Die Nachfrage ist gigantisch", so Söffing. Er sagte außerdem, dass die Zuverlässigkeit des Tests sehr hoch sei: "Wenn unser Test Ebola anzeigt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich Ebola ist, bei 98 Prozent." Patienten, die nur eine sehr geringe Viruskonzentration im Blut haben, könnten vielleicht durchrutschen, aber ihre Krankheit würde nur bei einer detaillierten Diagnostik auffallen.

Gegenüber diesen komplizierten Verfahren hat der Senova-Schnelltest einen entscheidenden Vorteil: Die Tests können von Hilfsteams ganz einfach in entlegene Dörfer mitgenommen werden. Und sie können bei Zimmertemperatur bis zu 24 Monate lagern. Die Vorbehandlung des Blutes, die bei Tests für lebende Patienten nötig ist, kann mit einer batteriebetriebenen Zentrifuge durchgeführt werden, die den meisten Hilfsorganisationen in der Region zur Verfügung steht.

Anzahl neuer Infektionen steigt wieder

In den drei am schlimmsten betroffenen Ländern ist die Anzahl der neu an Ebola Erkrankten in der letzten Januarwoche erstmals seit einiger Zeit wieder gestiegen. In Sierra Leone, Liberia und Guinea gab es 124 neue Infektionen, das sind 50 mehr als in der Woche davor, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Seit dem Ausbruch der aktuellen Ebola Epidemie im Dezember 2013 sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits 8981 Menschen gestorben.

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