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Kultur

Deutscher Buchpreis geht an Lutz Seiler

Der Sieger steht fest: Von den sechs nominierten Autoren machte Lutz Seiler mit seinem Roman "Kruso" über DDR-Flüchtlinge das Rennen. Er galt schon im Vorfeld als klarer Favorit.

"Lutz Seiler beschreibt in einer lyrischen, sinnlichen, ins Magische spielenden Sprache den Sommer des Jahres 1989 auf der Insel Hiddensee.Hier sammelten sich Sonderlinge, Querdenker, Freiheitssucher, Menschen, die aus der DDR fliehen wollten", hieß es in der Laudatio auf den Buchpreisträger 2014. Die ganz eigene Dringlichkeit und die poetische Sprache dieses Romans habe die siebenköpfige Jury letztendlich überzeugt.

Der Deutsche Buchpreis für den besten Roman in deutscher Sprache wird jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer verliehen und ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Ausgeschrieben ist er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Der Preis soll über Ländergrenzen hinweg Aufmerksamkeit für deutschsprachige Autoren schaffen. Die nominierten Autoren erfuhren erst während der Festveranstaltung, wer den Preis erhält.

Deutsche Geschichte in Romanform

"Kruso" ist der erste, lang erwartete Roman von Lutz Seiler. "Er schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart und folgt den den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind", so der Verlag Suhrkamp auf seiner Homepage.

Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen in der damaligen DDR geboren. Für sein lyrisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Bremer Literaturpreis, dem Fontane-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis.

suc/wl (dpa)

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