1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Vereinigte Staaten

Deutscher Bank droht neuer Ärger in den USA

Nicht genug, dass das US-Justizministerium von Deutschlands größtem Geldhaus eine Milliarden-Strafzahlung fordert. Jetzt ist die Deutsche Bank auch ins Visier der US-Börsenaufsicht geraten.

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank (picture-alliance/dpa/A. Dedert)

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank

Der Deutschen Bank könnte einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge neuer Ärger in den USA drohen - dieses Mal von der US-Börsenaufsicht SEC. Das größte deutsche Bankhaus stehe neben den US-Instituten Bank of New York Mellon, Citigroup und JPMorgan unter Verdacht, im Handel mit sogenannten Aktien-Hinterlegungsscheinen (ADRs) Regeln verletzt zu haben, meldete die Zeitung unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

SEC verteilt Vorladungen

Möglicherweise seien in dem der Öffentlichkeit nicht so bekannten, aber doch großen ADR-Markt Kontrollen umgangen worden, um so Steuervergehen zu erleichtern oder Vorteile durch Insider-Informationen zu erlangen, so das "Wall Street Journal" weiter. Die vier Banken hätten von der SEC Vorladungen erhalten. Es sei noch nicht klar, ob diese Vorermittlungen in ein Verfahren mündeten. Die Geldhäuser bestreiten laut WSJ alle Vorwürfe.

Hinterlegungsscheine sind Zertifikate, die für ausländische Aktien stehen, die von US-Banken verwaltet werden. Der Handel mit den Scheinen statt mit den eigentlichen Aktien ist billiger und weniger aufwendig.

Verhandlungen über Strafzahlung

Die Deutsche Bank verhandelt derzeit mit dem US-Justizministerium über die Höhe einer Strafzahlung für krumme Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. Das Ministerium fordert 14 Milliarden Dollar. Die Frankfurter versuchen seit Wochen, diesen Betrag herunterzuhandeln. Die Rückstellungen für die Affäre liegen laut der Agentur Reuters nur bei umgerechnet etwa drei Milliarden Dollar. Wegen zahlreicher weiterer juristischer Altlasten und der anhaltenden Zinsflaute gilt die Deutsche Bank als angeschlagen.

wl/jj (dpa, rtr)