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Wirtschaft

Deutscher Arbeitsmarkt schwächer als erwartet

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im September schlechter entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Dennoch ist die Arbeitslosenquote in kaum einem anderen Land der Euro-Zone so gering.

Die Zahl der Arbeitslosen ging im Monatsvergleich zwar um 94.000 auf 2,808 Millionen zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Der Rückgang ist aber schwächer als in den Vorjahren. Dies liege auch daran, dass weniger Arbeitslose in Förderprogrammen der BA gewesen seien, hieß es. "Lässt man übliche saisonale Effekte außen von, steigt die Arbeitslosigkeit jedoch an", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Saisonbereinigt legte die Arbeitslosenzahl unerwartet stark um 12.000 zu. Banken-Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einer Abnahme um 2000 im Monatsvergleich gerechnet.

Dennoch steht der Arbeitsmarkt gut da. Die Arbeitslosenzahl war um 41.000 geringer als vor einem Jahr und kaum höher als in den Boomzeiten Anfang der 90er-Jahre. In kaum einem anderen Land der Euro-Zone ist die Arbeitslosenquote so gering. Sie beträgt in Deutschland saisonbereinigt unverändert 6,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind nach Angaben der BA in den vergangenen Monaten saisonbereinigt gestiegen. Angesichts der Ukraine-Krise und der Sanktionen gegen Russland sowie der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in der Euro-Zone wird für das laufende Jahr bei der Arbeitslosigkeit in Deutschland jedoch wenig Bewegung erwartet.

ul/uh (rtr, dpa)

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