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Aktuell Asien

Deutsche zeigen Solidarität mit Nepal

Knapp 30 Millionen Euro haben die Bundesbürger bislang für die Erdbebenopfer gespendet. Im Erdbebengebiet wird derweil immer noch nach Vermissten gesucht - darunter sind auch Deutsche.

Insgesamt hat das Erdbeben in Deutschland eine große Spendenbereitschaft ausgelöst. Bei acht großen Hilfswerken gingen anderthalb Wochen nach der Katastrophe vom 25. April über 27 Millionen Euro ein, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur epd ergab. Alle Organisationen meldeten eine täglich steigende Tendenz, auch dank der bewegenden Fernsehbilder aus einem Land, das viele Deutsche als Urlaubsland schätzen oder gerne einmal bereisen würden.

Bundesregierung stockt Hilfe auf

Auch die Bundesregierung gab 2,5 Millionen Euro Soforthilfe. Diese wird nun um eine Million Euro aufgestockt. Das teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin mit. Das Geld werde verschiedenen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt. Darunter sind das Welternährungsprogramm, das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Welthungerhilfe, Malteser International, die Johanniter und action medeor. Ein Teil geht zudem an die Vereinten Nationen zur Koordinierung der Hilfen vor Ort.

Unterdessen wurden nach nepalesischen Behördenangaben zwei weitere Deutsche unter den Toten identifiziert. Insgesamt geben die Behörden vor Ort die Zahl der toten Deutschen nun mit vier an. Die beiden Frauen seien in der beliebten Wander-Region Langtang im Himalaya ums Leben gekommen, sagte Ramesh Adhikari, Leiter der nepalesischen Tourismusbehörde.

Mehr als 100 Ausländer werden noch vermisst

Mehr als 100 Ausländer werden noch in Nepal vermisst - darunter nach Angaben der nepalesischen Polizei auch sieben Deutsche. Allerdings ist die Liste, welche die Polizei online stellt, nicht immer aktuell. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Mittwoch, dass die Zahl Vermisster Deutscher weiterhin im "sehr niedrigen zweistelligen Bereich" liege. Die deutsche Botschaft sei mit Experten in der Region, in der deutsche Opfer vermutet würden, im Einsatz. Dabei

seien weitere Leichname geborgen worden. Derzeit laufe die Identifizierung der Toten. Es sei davon auszugehen, dass sich weitere deutsche Staatsangehörige unter den Opfern befänden. Eine offizielle Bestätigung sei allerdings erst möglich, wenn die Identifizierung erfolgt sei.

Seit dem Erdbeben am 25. April mit der Stärke 7,8 konnten das Ministerium und die Botschaft weit über 600 Vermisstenfälle aufklären. Die Botschaft Kathmandu hat zusammen mit den Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks und weiterer Hilfsorganisationen zahlreiche Deutsche medizinisch versorgt und bei der Rückreise nach Deutschland unterstützt.

UNICEF fürchtet Masern-Epidemie

Die UNICEF warnte derweil vor einem Ausbruch der Masern in dem armen Himalaya-Staat als Folge des schweren Erdbebens. Das UN-Kinderhilfswerk will nun gemeinsam mit der nepalesischen Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 500.000 Kinder gegen das Virus impfen. In Nepal sind nach UNICEF-Angaben nur etwa 10 Prozent der Kinder gegen die Masern geimpft.

Bei dem Erdbeben mit der Stärke 7,8 und den darauffolgenden Nachbeben kamen nach nepalesischen Angaben mehr als 7700 Menschen ums Leben, davon 7600 in Nepal. Über 16.000 wurden verletzt.

Hilfswerke in Deutschland rufen zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Nepal auf:

Bündnis Entwicklung Hilft (Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe) Kennwort "Erdbeben Nepal"

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE 7137 02050 0000 8100 100

BIC: BFSW DE33 XXX

(www.entwicklung-hilft.de)

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Diakonie Katastrophenhilfe: Kennwort "Nepal Erdbebenhilfe"

Evangelische Bank

IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502

BIC: GENODEF1EK1

(www.diakonie-katastrophenhilfe.de)

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Caritas international: Kennwort: "Erdbebenhilfe Nepal"

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE04 6602 0500 0000 0002 02

BIC: BFSWDE33KRL

(www.caritas-international).

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Deutsches Rotes Kreuz: Kennwort "Erdbeben Nepal"

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07

BIC: BFSWDE33XXX

(www.drk.de)

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"Aktion Deutschland Hilft" (unter anderen Care, Help, World Vision, Islamic Relief, ASB, Awo): Kennwort "Erdbeben Nepal"

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30

BIC: BFSWDE33XXX

(www.aktion-deutschland-hilft.de)

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UNICEF: Kennwort "Erdbeben Nepal"

Bank für Sozialwirtschaft,

IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00

BIC: BFSWDE33XXX

(www.unicef.de)

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Deutsche Welthungerhilfe: Kennwort "Nothilfe Nepal"

Sparkasse Köln-Bonn

IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15

BIC: COLSDE33

(www.welthungerhilfe.de)

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cr/kle (dpa, epd, afp)