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Pressemitteilungen

Deutsche Welle: Wirtschaftsmagazin schickte acht Top-Ökonomen auf die Straße

Achtteilige TV-Reihe startet am Dienstag, 20. Dezember 2005: Norbert Walter (Deutsche Bank AG) als Gemüsehändler am Main

Im Alltag bewegt er Millionenwerte, doch auf dem Frankfurter Schiller-Markt setzte der Mann mit der grünen Schürze mit Mühe 30 Euro um – innerhalb einer Stunde: Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, machte für DW-TV den Praxistest und verkaufte auf dem Wochenmarkt Obst und Gemüse, wog Äpfel und Möhren aus – und zeigte schließlich Respekt vor der Knochenarbeit: "Ein verdammt harter Job!" Von Bankerdünkel keine Spur. "Ein Auftakt nach Maß", freute sich Redaktionsleiterin Manuela Kas­per-Claridge, die mit ihrem Team des Auslandsfernsehens die Idee entwi­ckelt hatte. Am Dienstag, 20. Dezember 2005, startet die achtteilige Serie des Wirtschaftsmagazins "Made in Germany" auf DW-TV.


Acht Chefvolkswirte führender deutscher Banken und Wirtschaftsinstitute hatten auf die Anfrage aus Berlin ebenso überrascht wie angetan reagiert: "Wir machen mit!" Für das TV-Magazin tauschten die Topökonomen des Landes den Zweireiher mit dem Blaumann und schnupperten raue Alltags­luft. Neben Norbert Walters zweistündigem Einsatz beim Gartenbaubetrieb Rainer Schecker sattelte auch Michael Heise um: Der Chefvolkswirt der Allianz Group mischte sich unter die Angestellten einer Großtankstelle, musste Ölstände prüfen und den Reifendruck messen. Unerkannt blieb auch Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburger Weltwirtschaftsar­chivs (HWWA). Statt gepflegtem Kaffeeduft und Alsterblick entschied er sich für die Frühschicht im Hamburger Hafen: Als Werftarbeiter legte er morgens um 6.30 Uhr los – und erfuhr aus erster Hand vieles über die Sor­gen und Nöte globalisierungsgeplagter Facharbeiter.

"Wirtschaft hautnah erleben – das war das Ziel unserer Aktion. Bisher kannten unsere Zu­schauer die Chefvolkswirte nur als Experten, die vor der Kamera die Rea­lität bewerten. Für DW-TV schlüpften sie erstmals in eine ganz neue Rolle – niemand bereute anschließend seinen Auftritt", so Kasper-Claridge.


Bert Rürup, Chef der Wirtschafts-Weisen, trifft in einem Alten­heim auf Rentner, die unter Nullrunden leiden, Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, schnitt in einem Kölner 'Praktiker'-Baumarkt Sperrholzplatten zu und fegte sogar den Hof, Hans-Werner Sinn machte beim Warenhaus Manufactum die Probe aufs Exem­pel: Der Leiter des Münchner Ifo-Instituts wollte hochwertige Produkte "Made in Germany" anpreisen – und musste sich nach zwei erfolglosen Stunden eingestehen, dass auch Überzeugungskraft und gute Worte nicht allein den Erfolg im Einzelhandel ausmachen.


Die Zuschauer von DW-TV können übrigens per Mausklick abstimmen, welcher Ökonom die beste Figur abgab. Die Entscheidung fällt Ende Ja­nuar 2006 (www.dw-world.de/german/madeingermany).

19. Dezember 2005
292/05

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  • Datum 19.12.2005
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