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Presse

Deutsche Welle unterstützt Wiederaufbau mehrerer Radiosender in Aceh

Weltempfänger für Menschen in indonesischen Auffanglagern - Intendant Bettermann: Ausweitung der Sendezeit von DW-RADIO / Indonesisch "wünschenswert"


Die Deutsche Welle wird den Wiederaufbau von Radiosendern in der von der Flutkatastrophe heimgesuchten Provinz Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra unterstützen. Das teilte der Intendant des deutschen Auslandsrundfunks, Erik Bettermann, am 20. Januar 2005 in Bonn mit.


Bettermann sagte, die Deutsche Welle arbeite seit über 40 Jahren partnerschaftlich mit mehreren Sendern in Nordsumatra, vorwiegend kleine UKW-Stationen, zusammen. Die meisten Sender – insgesamt acht in der Provinzhauptstadt Banda Aceh und in der Stadt Meulaboh – seien durch die Flut und das Beben völlig zerstört worden. In den von der Flutkatastrophe besonders betroffenen Regionen an der Westküste Sumatras haben die Überlebenden aufgrund verwüsteter Sendeanlagen keinen Zugang zu Informationen über Hilfsmaßnahmen und die allgemeine Lage in ihrer Heimat.


Zu den Partnerstationen der DW in Indonesien, die Sendungen von DW-RADIO in indonesischer Sprache ganz oder teilweise übernehmen und in ihren Programmen wiederausstrahlen, gehört Radio 68 H. Dieser mit internationalen Mitteln geförderte Informationssender verteilt seine Programme via Satellit an über 400 private Radiosender in ganz Indonesien. Radio 68 H sendet täglich eine Stunde des Programms von DW-RADIO / Indonesisch und plant den Wiederaufbau mehrerer Radiostationen in Aceh. Intendant Bettermann kündigte an, die DW werde für die Aufbau-Aktion bis zu neun Radiotransmitter finanzieren. Darüber hinaus plane der deutsche Auslandsrundfunk mit Unterstützung von Sponsoren die Beschaffung von etwa 1.000 Radiogeräten und deren Verteilung in Auffanglagern der Provinz. Die Maßnahme solle angesichts der Zerstörung der medialen Infrastruktur die Information der Menschen über die Entwicklungen in der Region verbessern helfen.


Ein Mitarbeiter des Indonesischen Programms von DW-RADIO sei in die nördlichste Provinz der Insel Sumatra gereist, um die Hilfsmaßnahmen der Deutschen Welle zu koordinieren, sagte Bettermann.


In dieser Situation sei eine Ausweitung der Sendezeit des Indonesischen Programms von DW-RADIO "wünschenswert". Die Deutsche Welle sei in der Lage, "das enorm gestiegene Interesse der Bevölkerung nach gesicherten Informationen über die Ereignisse vor Ort zu befriedigen. Sobald hierfür zusätzliche Mittel vorhanden sind, werden wir das Programm zeitlich befristet ausbauen", so der DW-Intendant.


Das Indonesische Programm von DW-RADIO berichtet in seinen aktuellen Sendungen ausführlich über die Lage im Krisengebiet. DW-RADIO / Indonesisch strahlt zweimal täglich 50 Minuten Programm über Kurzwelle und Satellit (ASIASAT 2) aus und ist auch im Internet präsent (www.dw-world.de/indonesian). Ein Schwerpunkt der Berichterstattung wird die nach wie vor vom Bürgerkrieg geprägte Provinz Aceh bleiben. Die Deutsche Welle will die enge Zusammenarbeit mit ihren dortigen Partnerstationen fortsetzen und damit zugleich einen wichtigen Beitrag zur Medien- und Informationsfreiheit in der Region leisten. Drei Wochen nach der Katastrophe spitzt sich nach Angaben internationaler Beobachter die innenpolitische Lage im Norden Sumatras erneut zu. Katastrophenhelfer sind beunruhigt angesichts erster Zusammenstöße zwischen indonesischer Militärführung und Rebellengruppen im Katastrophengebiet – trotz vereinbarten Waffenstillstandes Ende Dezember.

27/05
20. Januar 2005

  • Datum 20.01.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/68oi
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