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Kultur

Deutsche Welle plant internationalen Master für Medien

Die Deutsche Welle richtet einen Masterstudiengang für Medienschaffende aus Entwicklungsländern ein. Bis zu 40 Studenten pro Jahr sollen am Standort Bonn ausgebildet werden.

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DW-AKADEMIE bildet Journalisten auf der ganzen Welt aus

Die Deutsche Welle weitet die Fortbildungsaktivitäten der DW-AKADEMIE für Medienschaffende aus Entwicklungs- und Transformationsländern aus. In einem vier-semestrigen bilingualen Masterstudiengang "International Media Studies" sollen ab spätestens Anfang 2009 maximal 40 Studenten pro Jahrgang ihre Ausbildung am DW-Standort Bonn aufnehmen. Das kündigte der Intendant des deutschen Auslandsrundfunks, Erik Bettermann, am Donnerstag (1.2.) gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers vor Journalisten in Bonn an. Mit dem ambitionierten Projekt trage die Deutsche Welle zur Profilierung des Medien- und Wissenschaftslandes Nordrhein-Westfalen bei, sagte Rüttgers.

Derzeit würden Kooperationsgespräche mit bestehenden Hoch- und Fachhochschulen geführt. Laut Intendant Bettermann wird ein Kooperationsvertrag die Form der Trägerschaft, die Ausbildungsziele und Lerninhalte sowie Organisation und Rahmenbedienungen des Studiengangs regeln.

Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen

Ziel sei es, einen Studienbetrieb am DW-Standort Bonn zu etablieren, der wissenschaftliche Lehre und praktische Ausbildung für Journalisten und Medienmanager aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa verzahne. Der geplante zweijährige anwendungsorientierte Studiengang schließe mit dem international anerkannten Mastertitel ab. "Die spezifische DW-Ausbildung genießt weltweit eine überragende Reputation und ist extrem stark gefragt", so der Intendant.

Als Studienschwerpunkte vorgesehen seien Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Medienmanagement. Beabsichtigt sei eine Zusammenarbeit auch mit ausländischen Hochschulen. Die Deutsche Welle bilde jährlich rund 1500 Rundfunkfachkräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern fort, zu einem hohen Anteil im Ausland, erläuterte der Intendant. Dadurch verfüge sie "über ein einzigartiges Know-how", welche Inhalte und Themen gefragt und wie sie am besten zu vermitteln seien. Als Rundfunkanstalt könne die Deutsche Welle das wissenschaftliche Studium direkt mit der praktischen trimedialen Ausbildung – Fernsehen, Hörfunk, Internet – verbinden.

Studienbeginn spätestens 2009

Bettermann machte deutlich, dass die Finanzierung nicht aus dem Etat der Deutschen Welle erfolgen könne, sondern sich "aus Projektmitteln des Bundes, Drittmitteln sowie Studiengebühren der Teilnehmer“ tragen solle. Der Sender stelle die Schulungsräume und Infrastruktur der DW-AKADEMIE zur Verfügung. Die Einrichtung des Studiengangs erfordere eine sorgfältige Prüfung der finanziellen, organisatorischen und inhaltlichen Fragen. Vor diesem Hintergrund sei mit der Aufnahme des Studienbetriebs spätestens zum Sommersemester 2009 zu rechnen.