1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Pressemitteilungen

Deutsche Welle: Afghanisches Fernsehen RTA für internationale Nachrichten fit gemacht

Programmstart in Anwesenheit von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

default

Am Startknopf bei RTA in Kabul: Bundesaußenminister Steinmeier (r.), sein afghanischer Amtskollege Spanta (l.) und RTA-Intendant Roshan

In Anwesenheit von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat der staatliche Afghanische Rundfunk (RTA) in Kabul am 21. August 2006 erstmals internationale Fernsehnachrichten in Eigenregie produziert und ausgestrahlt. Den symbolischen Startknopf drückte Steinmeier gemeinsam mit dem Intendanten der Deutschen Welle, Erik Bettermann, und dessen Amtskollegen von RTA, Najibullah Roshan.

RTA1.jpg

Zuschauer nach erfolgtem Start der Weltnachrichten bei RTA: DW-Intendant Erik Bettermann (Mitte) und Außenminister Steinmeier (3.v.r.)

Bisher hatte DW-TV die Weltnachrichten für das Afghanische Fernsehen in Dari und Paschtu, den beiden wichtigsten Landessprachen Afghanistans, täglich in Berlin produziert und nach Kabul überspielt. RTA strahlte die überaus erfolgreiche Sendung im Anschluss an regionale Nachrichten in der Hauptstadt und in zahlreichen Provinzen aus.

Diesen speziellen, vom Auswärtigen Amt finanzierten Service hatte das deutsche Auslandsfernsehen Mitte 2002 eingerichtet. DW-TV lieferte außerdem Bildungsprogramme und Dokumentationen sowie eine umfangreiche Berichterstattung über die Olympischen Spiele 2004 in Athen sowie die Fußball-WM 2006 an den afghanischen Partnersender.

Die „Projektredaktion Internationale Nachrichten“ bei RTA wurde als Starthilfe durch die DW-AKADEMIE aufgebaut. Die Deutsche Welle stellt damit sicher, dass das „Fenster zur Welt“, das die DW den afghanischen Fernsehzuschauern in einer schwierigen Übergangsphase geöffnet hatte, auch künftig geöffnet bleibt.

Mitarbeiter der DW-AKADEMIE hatten vor Ort nach umfangreichen Eignungstests zwölf Redakteurinnen und Redakteure, zumeist Absolventen der Universität Kabul, für das Nachrichten-Team ausgesucht und in den Folgemonaten in journalistischen und fernsehtechnischen Belangen umfassend geschult. Im Februar 2006 begann die Projektredaktion zunächst mit der Ausstrahlung eines internationalen Wochenrückblicks auf Grundlage der täglichen Journal-Sendung in Dari und Paschtu von DW-TV.

Hohes Ansehen in Afghanistan

Die Deutsche Welle ist in Afghanistan sehr bekannt und genießt ein hohes Ansehen: 42 Prozent der erwachsenen afghanischen Bevölkerung, das sind rund 5,7 Millionen Menschen, sehen regelmäßig DW-TV. 89 Prozent der Zuschauer bezeichnen das Angebot von DW-TV als „sehr glaubwürdig“ bzw. „glaubwürdig“. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativbefragung. Der Studie zufolge schalten außerdem 24 Prozent, das sind etwa 3,3 Millionen Menschen, mindestens einmal wöchentlich die Hörfunkprogramme der DW ein. Die Deutsche Welle ist damit der erfolgreichste Auslandssender in Afghanistan.

Seit März 2005 sind die Programme von DW-RADIO in Dari und Paschtu sowie in Deutsch, Englisch, Farsi und Urdu im Großraum Kabul auch via UKW zu empfangen. In der Folge des 11. September 2001 hat die DW mehrfach die Sendezeiten des Dari-/Paschtu-Programms ausgeweitet. Dieses Programm ist seit Jahrzehnten im Zielgebiet präsent und wird dort als glaubwürdig und seriös geschätzt.
Darüber hinaus führt die DW in Afghanistan – wie in vielen anderen Ländern – mit Partnerstationen Koproduktionen durch. Ein Thema aus jüngster Vergangenheit: „Bildungschancen im Zeitalter der Globalisierung“.

DW-WORLD.DE ist maßgeblich an qantara.de beteiligt, dem Online-Portal für den Dialog mit islamisch geprägten Ländern – in den Sprachen Arabisch, Deutsch und Englisch. Partner sind das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Bundeszentrale für politische Bildung. Das Portal soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen gleichermaßen spiegeln.

Die DW-AKADEMIE führt seit über 40 Jahren Maßnahmen für Rundfunkfachkräfte (Fernsehen und Hörfunk) aus Entwicklungsländern und Transformationsstaaten durch – sowohl vor Ort als auch in Bonn und Berlin. Zahlreiche Maßnahmen aus der jüngeren Vergangenheit wurden gezielt auf islamisch geprägte Länder konzentriert. So absolvierte etwa die gesamte Führungsspitze von RTA, auch leitende Mitarbeiter von Regionalstationen, in Bonn einen Management-Kurs.

Die DW-AKADEMIE bietet seit 2004 auch eine journalistische Ausbildung für Fremdsprachenvolontäre. Absolventen dieser Kurse verstärken unter anderem die Redaktion von DW-RADIO/Dari.

22. August 2006
225/06

  • Datum 23.08.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8zpG
  • Datum 23.08.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8zpG