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Wirtschaft

Deutsche vor Weihnachten in bester Kauflaune

Zum Weihnachtsgeschäft steigt die Kauflaufe der Deutschen - 285 Euro wollen sie im Schnitt allein für Weihnachtsgeschenke ausgeben - und das, obwohl sie die Konjunkturaussichten skeptischer bewerten.

Pünktlich zum Schlussspurt im Weihnachtsgeschäft sind die Deutschen in Kauflaune. Für Dezember sagten die GfK-Marktforscher 8,7 Punkte voraus, nach 8,5 Punkten im November.

Zwar verunsichern lauft GfK die internationalen Krisen in der Ukraine, in Syrien und dem Irak sowie die Konjunkturabkühlung im Euro-Raum die Verbraucher zunehmend, so dass diese die Konjunkturaussichten etwas skeptischer bewerten als noch im Vormonat, die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung legten aber zum zweiten Mal in Folge zu.

Im Oktober hatte sich der Index erstmals wieder stabilisiert, nachdem er in den Monaten zuvor eingebrochen war.

Sicherer Job und niedriger Ölpreis bringen das Plus

Grund für den zweiten Anstieg des GfK-Indikators in Folge ist wie zuletzt die stabile Lage am Arbeitsmarkt. "Die Furcht, den Job zu verlieren, ist gering", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Auch die Rentner verzeichneten ein Plus bei ihren gesetzlichen Altersbezügen. Die sehr niedrige Inflation führte dazu, dass sich Gehalts- und Rentenerhöhungen auch tatsächlich im Portemonnaie der Deutschen bemerkbar machten.

Zudem profitierten die Verbraucher beim Tanken und beim Heizen vom niedrigen Ölpreis: "Benzin ist beispielsweise gerade so günstig wie seit vier Jahren nicht mehr." Dies entlaste die privaten Haushalte, die nun von ihrem Einkommen mehr für andere Dinge ausgeben könnten.

Die sinkenden Energiepreise haben die Inflationsrate in Deutschland im November auf den niedrigsten Stand seit Februar 2010 gedrückt, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Das Weihnachtsgeschäft - also die Umsätze im November und Dezember - ist für den Einzelhandel immens wichtig. Der Handelsverband Deutschland (HDE), der Branchenverband des deutschen Einzelhandels, rechnet für diesen Zeitraum mit Rekordeinnahmen von 85,5 Milliarden Euro. Das wären 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

jw/qu (afp, dpa, rtr)