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Afrika

Deutsche von äthiopischen Rebellen entführt

Eine äthiopische Rebellenorganisation hält nach eigenen Angaben zwei entführte Deutsche in ihrer Gewalt. Für den Tod von fünf Touristen vor knapp einer Woche sei aber die äthiopische Armee verantwortlich.

(Foto: dapd)

Nach dem Überfall in der vergangenen Woche: ein freigekommenes Mitglied der Touristengruppe

Die in Äthiopien entführten deutschen Touristen sind nach Angaben von Rebellen wohlauf und könnten nach Verhandlungen freigelassen werden. In einem Schreiben der Vereinigten Revolutionär-Demokratischen Front von Afar (ARDUF) heißt es: "Wir können bestätigen, dass die deutschen Staatsbürger, die zusammen mit den äthiopischen Soldaten entführt wurden, in Sicherheit und bei guter Gesundheit sind". Von der äthiopischen Armee lagen bisher keine Angaben über die Entführung von Soldaten vor.

Bedingungen für eine Freilassung?

Wo die zwei Deutschen und zwei Äthiopier festgehalten wurden, ging aus dem Schreiben nicht hervor. Auch blieb unklar, ob es Lösegeldforderungen oder anderen Bedingungen für eine Freilassung geben werde.

Die Deutschen gehörten zu einer Gruppe von 27 Touristen, die am Dienstag vergangener Woche in der abgelegenen Afar-Region überfallen worden waren. Die Angreifer töteten zwei Deutsche, zwei Ungarn und einen Österreicher. Nach Angaben der Rebellen soll der Überfall im Zusammenhang mit einem Feuergefecht zwischen der äthiopischen Armee und ARDUF-Kämpfern gestanden haben. Dabei seien 16 äthiopische Soldaten getötet und zwölf weitere verletzt worden,

Die ARDUF-Rebellen kämpfen nach eigenen Angaben für eine Vereinigung des Afar-Stammesgebiets, das sich über Äthiopien, Eritrea und Dschibuti erstreckt. Äthiopien hat seinen Nachbarstaat Eritrea für den Zwischenfall verantwortlich gemacht. Das wies die Regierung dort zurück.

hp/sti (rtr, afp)