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Aktuell Europa

Deutsche Verstärkung im Kosovo

Angesichts anhaltenden Widerstands der serbischen Minderheit hat die NATO eine Eingreiftruppe in den Albaner-Staat Kosovo angefordert. Die ersten Soldaten aus Deutschland trafen jetzt ein. Sie sollen für Ruhe sorgen.

Ein deutscher Soldat bei einer Übung im Kosovo (Foto: AP)

Deutsche Soldaten im Kosovo

Die rund 120.000 Serben im Norden des Kosovo haben die Albaner-Republik noch nie anerkannt und sehen in den bevorstehenden Wahlen eine weitere Möglichkeit, ihre Eigenständigkeit und ihre Verbindung zum serbischen Mutterland zu demonstrieren: Die serbische Volksgruppe will am 6. Mai zumindest an den Kommunalwahlen im Nachbarstaat Serbien teilnehmen.

Eingreiftruppe zwischen den Fronten

Die albanische Regierung des Kosovo in Pristina drohte jedoch, "alle rechtlich zulässigen Mittel" einzusetzen, um die Serben an der Stimmabgabe zu hindern. Besonders in der zwischen Albanern und Serben geteilten Stadt Mitrovica ist die Lage extrem gespannt. Der Auftrag der westlichen Eingreiftruppe in dieser Situation ist klar: Vor und während der Serbien-Wahlen (Parlaments-, Präsidenten- und Kommunalwahl) im angrenzenden Nordkosovo Gewalt eindämmen, die Konfliktparteien auseinanderhalten und so weit wie möglich für Frieden sorgen.

Marschbefehl für 700 Mann

Die ersten Einheiten sind am Mittwoch zur Verstärkung der NATO-geführten Kosovo-Truppe KFOR eingetroffen. 250 Bundeswehrsoldaten seien mit einem Spezialflug in Pristina gelandet, wie KFOR-Sprecher Marc Stummler mitteilte. Die Stationierung der insgesamt 550 deutschen und 150 österreichischen Soldaten für die "Operational Reserve Force" (ORF) werde bis Montag abgeschlossen sein.

Die KFOR ist seit dem Ende des Balkan-Kriegs zwischen der serbischen Armee und kosovo-albanischen Rebellen im Jahr 1999 im Kosovo stationiert. Sie umfasst derzeit rund 6200 Soldaten aus 29 Staaten. Mit mehr als 1200 Soldaten stellt Deutschland das größte Truppenkontingent.

SC/kle (afp,dpa)               

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