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Wirtschaft

Deutsche Unternehmen setzen auf Social Media

Knapp die Hälfte aller deutschen Firmen ist in sozialen Netzwerken vertreten, vor allem auf dem Netzwerk Facebook. Das Social-Media-Zeitalter scheint für Unternehmen angebrochen.

Eine Hand schreibt mit Kreide den Begriff Social Web an eine Tafel (Foto: Fotolia/N-Media-Images)

Soziale Netzwerke

Soziale Medien sind fester Bestandteil in deutschen Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, der über 700 Unternehmen befragt hat: Fast die Hälfe der Unternehmen hat schon einen Social-Media-Auftritt, weitere 15 Prozent bereiten den Einsatz konkret vor.

Über drei von zehn deutschen Unternehmen auf Facebook

Vor allem setzen die Unternehmen auf soziale Netwerke, in denen sie mit eigenen Profilen vertreten sind. Vorherrschend ist das Online-Netzwerk Facebook, der größte Anbieter in Deutschland. 32 Prozent der deutschen Unternehmen haben dort eine oder mehr Seiten. Das sind über zwei Drittel der Unternehmen, die in sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern und neue Kunden zu gewinnen - darum ginge es den Firmen mit ihrer Social-Media-Präsenz in erster Linie, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf: "Die wichtigsten Gründe für eine Social Media-Nutzung kommen aus den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen. Man will die Techniken von Social Media für neue Ansprechformen der Kommunikation nutzen."

Aufholbedarf im Personalwesen

Während sich die sozialen Netzwerke in der Öffentlichkeitsarbeit etabliert haben, besteht laut Bitkom-Studie im Personalwesen Aufholbedarf. Weniger als ein Viertel der befragten Unternehmen gibt an, soziale Medien bewusst zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter einzusetzen. "Ich vermute, dass in den nächsten Jahren andere wichtige Funktionsbereiche in den Unternehmen deutlich nach vorne kommen werden, und damit natürlich auch das Thema Personalansprache", sagt Kempf.

Angst vor Kontrollverlust und Geschäftsschädigung

38 Prozent der deutschen Unternehmen sind nach wie vor nicht im Social Media vertreten. Auch ihre Motive hat die Studie untersucht. Ausschlaggebend seien unter anderem die Angst vor Kontrollverlust und Geschäftsschädigung. "Wobei man denen dann zurufen müsste: Das Nicht-Beteiligen schützt am allerwenigsten vor möglichen Geschäftsschädigungen. Da ist wohl eher die mangelnde Erfahrung mit den Themen die Ursache dafür, dass man diesem Kontrollverlust eine so hohe Bedeutung beimisst", so Kempf. 

Trotz dieser Vorbehalte werde die Nutzung von Social Media-Plattformen wie Facebook Standard in deutschen Unternehmen werden, wertet Kempf die Studie aus. Zusätzlich würde der Druck auf Unternehmen, die nicht in sozialen Netwerken vertreten sind, wachsen. Im Interesse der eigenen Wettbewerbsfähigkeit habe daher jedes Unternehmen die Pflicht, den Einsatz von Social Media gewissenhaft zu prüfen.