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Wirtschaft

Deutsche Telekom wächst dank USA

Die Deutsche Telekom profitiert weiter vom starken Wachstum ihrer US-Tochter und dem schwachen Euro. Im dritten Quartal legten Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr kräftig zu.

Die Deutsche Telekom verdient dank eines Kundenansturms in den USA deutlich mehr. Das Betriebsergebnis vor Abzug von Steuern und Zinsen sei im dritten Quartal um 13 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz zog um neun Prozent auf 17,1 Milliarden Euro an. Von Reuters befragte Analysten hatten bei 17,24 Milliarden Euro Umsatz mit einem Betriebsgewinn von 5,2 Milliarden Euro gerechnet. "Wir setzen unsere Strategie weiter mit aller Konsequenz um", sagte Vorstandschef Tim Höttges.

T-Mobile US lockt seit über zwei Jahren scharenweise neue Kunden und stieg im Sommer zum drittgrößten US-Mobilfunkanbieter auf. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Handynutzer dort um 2,3 Millionen. Der Gewinn der US-Tochter stieg gleichzeitig um zwei Drittel auf 1,7 Milliarden. Damit war die Sparte die einzige im gesamten Telekom-Konzern, die den Gewinn steigerte. In Deutschland sank der Betriebsgewinn um 2,4 Prozent. Einer der Gründe ist der Rückgang im hiesigen Mobilfunkgeschäft. Hier sank der Umsatz ohne Handy-Subvention um 0,4 Prozent. Ein Sprecher des Konzerns begründete das Minus mit Rabatten für die Telekom-Bündeltarife "Magenta Eins", bei denen Mobilfunk, Festnetz und Internet in einem die Vertrag abgerechnet werden.

Der Vorstand bekräftigt die bisherige Geschäftserwartungen: Für dieses Jahr rechnet die Telekom mit einem Nettozufluss liqider Mittel von 4,3 Milliarden Euro nach 4,14 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Betriebsgewinn soll 2015 bei konstanten Wechselkursen 18,3 Milliarden Euro erreichen nach 17,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Telekom berechnet die Prognose mit dem Dollar-Durchschnittskurs des Vorjahres. Seitdem hat die US-Währung allerdings im Vergleich zum Euro kräftig an Wert gewonnen. Marktexperten rechnen deshalb für das Gesamtjahr mit einem operativen Gewinn von 19,3 Milliarden Euro.

zdh/wen (rtr, dpa)