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Sport

Deutsche Teamsprinterinnen holen Gold

Kristina Vogel und Miriam Welte haben zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaften im australischen Melbourne überraschend Gold im Teamsprint gewonnen – und fuhren dabei gleich zweimal Weltrekord.

Das deutsche Duo stellte im Finale in 32,549 Sekunden den zweiten Weltrekord innerhalb einer Stunde auf und verwies Topfavorit und Titelverteidiger Australien (32,597) knapp auf Platz zwei. Bronze ging an China. "Ich hätte nie gedacht, dass wir hier gewinnen. Jetzt hoffen wir, dass uns das bei den Olympischen Spielen auch gelingt", sagte die erst 21 Jahre junge Kristina Vogel. Fassungslos war auch ihre Teamkollegin Miriam Welte. "Das ist großartig. Wir wussten, dass wir in einer guten Form sind, aber damit haben wir nicht gerechnet", sagte die 25-Jährige, die das deutsche Duo in London aber nicht als Topfavoriten sieht: "Alle, die hier eine Medaille gewonnen haben, haben dort eine Chance."

Enttäuschungen bei den Männern

Dagegen konnten die Männer im Teamsprint ihren Titel nicht verteidigen. Stefan Nimke, Rene Enders und Maximilian Levy wurden wegen eines Wechselfehlers von der Jury disqualifiziert. In der Qualifikation hatte das deutsche Trio noch Rang zwei belegt. Das Finale um die Goldmedaille gewann Australien mit einer Tausendstelsekunde vor Frankreich.

Enttäuschend war die Leistung des ehemaligen Flaggschiffs des deutschen Bahnradsports: Der Bahnvierer fuhr zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Melbourne nur auf den neunten Platz. Die Zeit von 4:05,078 Minuten war für Nikias Arndt, Henning Bommel, Stefan Schäfer und Jakob Steigmiller aber die schnellste seit den Olympischen Spielen 2004. "Es ist zwar die beste Zeit seit Jahren, aber es hat sich im Verhältnis zu den anderen Nationen nicht viel verbessert", sagte Udo Sprenger, der BDR-Delegationsleiter in Australien. Den WM-Titel holte Großbritanniens Bahnvierer in neuer Weltrekordzeit vor Australien und Neuseeland.