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Kultur

Deutsche sind für Tanzverbot an Karfreitag

Das Tanzverbot an Karfreitag ist umstritten. Doch für die meisten Deutschen soll Ostern ein stilles Fest bleiben, das ergibt eine Umfrage. Partymachen und Tanzen bis in den Morgen passt nicht zum Tag der Kreuzigung.

Nur noch kurze Zeit, dann beginnen die Osterfeiertage. Ein arbeitsfreies Wochenende, das eigentlich wie geschaffen ist, feiern zu gehen. Schließlich bieten sich gleich mehrere Tage zum Ausschlafen an. Doch wie viel Party am Karfreitag, dem 14. April, möglich ist, das regelt dasSonn- und Feiertagsgesetz. Der Inhalt sorgt allerdings immer wieder für Diskussionen.  

Karfreitag soll ein stiller Tag bleiben 

Karfreitag ist für die Christen einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. Jesus wurde ans Kreuz geschlagen. Aus Achtung vor diesen Ereignissen bleiben die Geschäfte geschlossen und Wochenmärkte finden nicht statt. Auch Sportveranstaltungen oder Volksfeste sind an Karfreitag nicht erlaubt. Das Annehmen von Wetten ist ebenfalls untersagt. Das Gleiche gilt für Wohnungsumzüge. Die Rundfunksender sollen auf den ernsten Charakter des Karfreitags Rücksicht nehmen. Und: Das Feiern und Tanzen in der Nacht von Gründonnerstagnacht bis Karsamstagmorgen ist ebenfalls tabu. Weil diese Gesetze doch etwas gestrig wirken, wurde in einer Umfrage unter rund 1.000 Teilnehmern ermittelt, wie die Deutschen über das "Tanzverbot" an Karfreitag 2017 denken.

Zustimmung für Tanzverbot

Danach stimmen mehr als die Hälfte der Deutschen einem Tanzverbot an Karfreitag zu. 52 Prozent der Befragten befürworten laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov das Musikverbot in Kneipen und Clubs an diesem besonderen Feiertag. 38 Prozent sind dagegen, zehn Prozent machten keine Angabe. Vor allem ältere Menschen lehnen die Aufhebung des Tanzverbots ab.

Vatikan Papst Franziskus Karfreitagsliturgie (picture-alliance/dpa/G. Onorati)

Der Papst bei der Karfreitagsliturgie im Petersdom in Rom

 Von den Befragten ab 60 Jahren antworteten 62 Prozent entsprechend. 

Karfreitag gilt als "Stiller Tag"

Viele Bundesländer haben das Gesetz aber gelockert und beginnen erst um 02.00 Uhr mit dem Tanzverbot. In Bayern herrschen die strengsten Regeln für Karfreitag.

Auch im vergangenen Jahr sprachen sich die Deutschen für ein Tanzverbot aus: 2016 waren 53 Prozent  dafür, 38 Prozent waren für eine Aufhebung. Andere Kulturveranstaltungen sind allerdings erlaubt: Museen, Kunstausstellungen und Zoos haben an Karfreitag geöffnet.

so/suc (dpa)

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