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Abgasaffäre

"Deutsche See" verklagt VW

Dem Marktführer für Frischfisch in Deutschland stinkt's: Es ist der erste Volkswagen-Großkunde, der sich Abgas-Manipulationen nicht gefallen lassen und nun viel Geld zurückhaben möchte.

Das Unternehmen Deutsche See verklagt Volkswagen wegen der Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen auf Schadenersatz. Es gehe um 11,9 Millionen Euro, erfuhr die Zeitung "Bild am Sonntag" (BamS). Der Marktführer für Frischfisch und Meeresfrüchte habe eine entsprechende Klage gegen VW und seine Leasingtochter beim Landgericht Braunschweig eingereicht, berichtet das Blatt.

"Arglistig getäuscht"

"Deutsche See" liefert Ware mit rund 500 VW-Leasingfahrzeugen an die Kunden aus. Firmenchef Egbert Miebach hatte die Flotte im Jahr 2010 auf Fahrzeuge mit "BlueMotion"-Dieseltechnologie von VW umgestellt, um die Auslieferung umweltfreundlicher zu machen.

Mitarbeiterin in Deutsche See-Kühlkammer (Foto: picture-alliance/dpa/P. Kneffel)

"Deutsche See" bringt Frischfisch auf den Tisch

Nach Bekanntwerden der Manipulationen beim Stickoxid-Ausstoß fühle sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Bremerhaven, das sich selbst als "Fischmanufaktur" bezeichnet, arglistig getäuscht, heißt es. Deshalb fordere es eine Rückabwicklung der Leasingverträge - und VW solle Leasingraten und Wartungskosten erstatten.

"Deutsche See", 1939 gegründet, hat nach eigenen Angaben rund 1700 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz wurde zuletzt mit 372 Millionen Euro angegeben.

wa/ml (afp, bams)

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