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Fußball

Deutsche Schule als WM-Treffpunkt 2010

Seit gut einem halben Jahr steht es fest: Sponsoren, VIPs, Medienvertreter und Spieler werden sich bei der WM 2010 in Südafrika in der Deutschen Schule Johannesburg treffen. Hier freuen sich alle auf Ballack und Co.

Die Deutsche Schule in Johannesburg

Die Deutsche Schule in Johannesburg

Mike de Vries, der Projektleiter für das Deutsche Haus 2010

Mike de Vries, der Projektleiter für das Deutsche Haus 2010

Wenn Mike de Vries über das Deutsche Haus 2010 in Südafrika redet, dann funkeln seine Augen, er ist mit seinen Ideen kaum zu bremsen: Seit 1988 gehören Deutsche Häuser bei den Olympischen Winter- und Sommerspielen fest zum Erscheinungsbild, hier treffen sich Sponsoren, deutsche Medaillengewinner, Prominente und Journalisten nach den Wettkämpfen auf ein Weizenbier und genießen den Feierabend bei typischen deutschen Spezialitäten wie Eisbein mit Sauerkraut oder Thüringer Rostbratwurst.

2010 soll das Deutsche Haus seine Premiere bei einer Fussball-Weltmeisterschaft feiern. Das Land Baden Würtemberg hat das Gelände der Deutschen Schule in Johannesburg für die Dauer der WM angemietet und der Sportmanager Mike de Vries schwärmt: "Es wird einen Fanbereich, eine VIP oder Corporate Area und einen sehr schönen Media-Bereich geben, wo wir den Kollegen aus dem Medienbereich Arbeitsplattformen bieten“, stellt er die Pläne auf dem Papier vor.

Für rund 1050 Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Johannesburg beginnen im südafrikanischen Winter 2010 die Ferien zwei Wochen früher, dann wird das 7 Hektar große Gelände mit Schwimmbecken, Aula und Amphitheater in eine Zeltstadt mit viel offenen Bereichen verwandelt.

Planungen laufen an

Dieter Jacob - Schulleiter der Deutschen Schule Johannesburg erläutert an einem Plan die beabsichtigten Umbauten

Dieter Jacob - Schulleiter der Deutschen Schule Johannesburg

Noch sind die Planungen im Anfangsstadium, Sponsoren werden gesucht und möglichst viele Bundesländer sollen mit ins Deutsche Haus einziehen. Wenn Schulleiter Dieter Jacob auf die Skizzen schaut, die an der Wand in seinem Direktorenzimmer hängen, ist er immer noch vorsichtig skeptisch: "Für die Schule ist das natürlich fast unvorstellbar, was hier ablaufen wird. Die Schule wird während der WM auf ganz besondere Art und Weise leben mit Schülern, Lehrern und Gästen. Es wird ein ganz besonderes Ereignis werden“ referiert Jacob und zeigt nicht ohne Stolz auf sein Schulgelände.

Mike de Vries, der mit der gescheiterten Olympiabewerbung Leipzigs eine schmerzliche Niederlage hat einstecken müssen, ist für 2010 ziemlich sicher: Der Chef der Marketing für Deutschland GmbH verspricht besonders den Schülern der Deutschen Schule in Johannesburg, dass ihre Winterferien 2010 etwas ganz Besonderes werden: "Gastgeber heißt es nicht nur für den Schulleiter, für die Lehrer, für die Eltern sondern auch für die Schüler. Es werden an den Abenden die WM-Spiele gemeinsam angeschaut, dort wird man zusammenkommen, auch mit den Schülern“, versprüht der Sportmanager viel Optimismus.

Worte, die besonders die Schüler aus der Fussball-AG gerne hören, denn die Erwartungen von Dominik, Stefan und Leander sind nicht gerade gering: “Wir hoffen, dass wir den Ballack und den Lukas Podolski hier auf dem Schulhof sehen werden. Wir sind alle natürlich sehr aufgeregt und denken, dass es eine sehr große Sache nicht nur für Südafrika sondern ganz Afrika werden wird." Die Schüler träumen von einer Fussball-Weltmeisterschaft, bei der sie mittendrin und nah an ihren Idolen dran sein wollen und das vor ihrer Haustür, der über 100 Jahre alten Deutschen Schule in Johannesburg.

Autor: Ulrich Reimann

Redaktion: Wolfgang van Kann

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