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Sport-News

Deutsche Säbelfechter Europameister

Deutschlands Säbel-Asse gewinnen in Montreux erstmals EM-Gold im Teamwettbewerb. Der Coup gelingt auch ohne den ehemaligen Weltchampion Nicolas Limbach. Die Florettdamen verpassen Bronze.

Die deutschen Säbelfechter Matyas Szabo, Richard Huebers, Benedikt Wagner and Max Hartung (l.-r.) freuen sich in Montreux über EM-Gold (Foto: EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT dpa Bildfunk)

Matyas Szabo, Richard Huebers, Benedikt Wagner and Max Hartung (l.-r.) freuen sich in Montreux über EM-Gold

Deutschlands Säbel-Weltmeister feiern Premiere und sind endlich auch Europa-Champion. 325 Tage nach dem ersten

WM-Triumph in Kasan

in Russland feiert das starke deutsche Erfolgsquartett auch EM-Gold. Im furiosen Schlussakt von Montreux fochten Max Hartung, Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Richard Hübers den Olympia-Dritten und Titelverteidiger Italien mit 45:44 nieder.

"Eine sensationelle Leistung", kommentierte Sportdirektor Sven Ressel den ersten kontinentalen Team-Erfolg deutscher Säbel-Asse. Ressel schwärmte von den Vieren: "Die Truppe ist einfach klasse." Ein herzhaftes "schade eigentlich" konnte sich Ressel dann doch nicht verkneifen - Säbel ist bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro kein Team-Event. Ressel locker: "Dann müssen sie es halt im Einzel machen."

Beachtliche Bilanz

Benedikt Wagner jubelt über seinen Sieg (Foto: EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Ein Teil vom deutschen Säbelteam: Benedikt Wagner

Mit Gold, Einzel-Silber durch Hartung und dem dritten Platz durch die Florett-Crew um den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich verbesserte der Deutsche Fechter-Bund seine Ausbeute von Straßburg 2014: Im Elsaß hatte es nur zweimal Bronze gegeben. Bemerkenswert: Auch ohne Nicolas Limbach, der Individual-Weltmeister von 2009 war nach Platz zehn im Einzel aus Studiengründen vorzeitig aus der Schweiz abgereist, fegten dessen Säbel-Mitstreiter die Konkurrenz von der Planche. "Selbst Limbachs Fehlen können unsere Jungs kompensieren", hielt Ressel anerkennend fest.

Das weibliche Florett-Quartett griff zwar in den Kampf um die Medaillen ein - erfolglos indes. Dem "Sudden Death"-Sieg beim 29:28 im Viertelfinale gegen Ungarn folgte das klare 20:45 in der Vorschlussrunde gegen den Weltranglistenersten Russland. "Gegen die Russinnen waren wir relativ chancenlos. Aber das war abzusehen", meinte Ressel. Mit dem 28:45 im Bronzegefecht gegen Frankreich sei "letztendlich genau das Ergebnis eingetreten, das wir erwarten haben", meinte der deutsche Fecht- Sportdirektor. Olympiasieger und Weltmeister Italien holte beim 45:44 gegen Russland das siebte EM-Gold in Serie.

ck/kd (dpa)

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