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Sport

Deutsche Rodler holen Bronze

Acht Jahre nach ihrem Gold-Coup von Salt Lake City haben die Rodel-Routiniers Patric Leitner und Alexander Resch eine Bronzemedaille erobert. Die Enttäuschung des Tages gab es für Skirennläuferin Maria Riesch.

Patric Leitner und Alexander Resch beim Rodel-Wettbewerb in Whistler (Foto: AP)

Patric Leitner und Alexander Resch holten Bronze im Doppelsitzer

Auch im dritten Rodelwettbewerb der Winterspiele von Vancouver schafften die deutschen Athleten den Sprung auf das Treppchen. Im allerletzten Rennen ihrer internationalen Karriere fuhren Patric Leitner und Alexander Resche auf den dritten Rang. Dabei verpatzten die Olympiasieger von 2002 ihren ersten Lauf und lagen zunächst nur auf dem fünften Rang. Sie haderten besonders mit dem Start, den sie dann aber nach eigenen Worten im zweiten Lauf einigermaßen im Griff hatten. Leitner und Resch wollten die Bronzemedaille am Ende ihrer Karriere feiern wie eine Goldmedaille, da sie sie so hart erkämpft hätten, wie schon lange keine Medaille mehr.

Den Olympiasieg holten sich die Österreicher Andreas und Wolfgang Linger vor den Letten Andris und Juris Sics. Der zweite deutsche Schlitten mit Andre Florschütz und Torsten Wustlich fiel im zweiten Lauf noch vom vierten auf den fünften Rang zurück. Mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze sind die deutschen Rodler auch in Vancouver wieder die erfolgreichste Nation bei den Olympischen Spielen.

Lindsey Vonn holt Gold für US-Abfahrerinnen

Lindsey Vonn beim Abfahtssieg von Vancouver (Foto: dpa)

Lindsey Vonn raste der Konkurrenz davon

Bei den Ski-Rennfahrerinnnen wurde Favoritin Lindsey Vonn ihrer Favoritenrolle gerecht und holte die erste olympische Goldmedaille für die US-Abfahrerinnen. Keine Chance auf eine Medaille hatte Maria Riesch als Achte mit einem Rückstand von mehr als zwei Sekunden. Die 25 Jahre alte Skirennfahrerin aus Partenkirchen konnte sich in Whistler nicht unter den besten Sieben platzieren.

US-Star und Topfavoritin Lindsey Vonn hielt dem Druck stand: Sie deklassierte die Konkurrenz und gewann vor ihrer Teamkollegin Julia Mancuso. Bronze ging an die Österreicherin Elisabeth Görgl. Es ist Vonns erste Olympia-Medaille bei der dritten Teilnahme an Winterspielen.

Maria Riesch lag 2,07 Sekunden hinter der Siegerin zurück - das reichte nicht fürs Podest. Der anspruchsvolle Kurs war für die Fahrerinnen an der Grenze des Vertretbaren. Unmittelbar vor Rieschs Start war die Schwedin Anja Pärson nach guter Zwischenzeit am Zielsprung gestürzt. Die mehrfache Weltmeisterin humpelte ins Ziel und wurde behandelt. So musste Maria Riesch noch länger auf ihren Start warten - keine gute Voraussetzungen. Heil ins Ziel kam die zweite deutsche Starterin Gina Stechert mit 2,74 Sekunden hinter der Siegerin als Zehnte.

"Morgen ist ein neues Rennen"

Maria Riesch in der Abfahrt von Vancouver (Foto: dpa)

Es war nicht ihr Tag: Maria Riesch

"Es war kein großer Fehler dabei, vielleicht waren es ein paar kleine. Es hat heute nicht sein sollen, aber morgen ist ein neues Rennen. Da gehe ich Vollgas drauf", sagte Riesch geknickt. Vonn dagegen strahlte: "Das ist ein großartiger Moment, ein unglaubliches Gefühl. Als ich meinen Namen hinter der 1 aufleuchten sah, war das einer der schönsten Momente meines Lebens", sagte sie in Tränen aufgelöst. Von ihrer Verletzung spüre sie "im Moment nichts", ergänzte Vonn, "weil ich so glücklich bin".

Das erste Duell Riesch gegen Vonn ist entschieden - und nicht einmal 24 Stunden später geht es mit dem nächsten Edelmetall-Fight der beiden Freundinnen und Rivalinnen weiter. Bei der Super-Kombination am Donnerstag (18.02.) kämpfen der deutsche Slalom-Star und die US-amerikanische Abfahrts-Weltmeisterin um die nächsten Winterspiel-Ehren.

Erstes Gold für Russland

Skilangläufer Nikita Krijukow hat die erste Goldmedaille für Russland bei den Winterspielen von Vancouver gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich in einem packenden Finish gegen seinen zeitgleichen Landsmann Alexander Panschinski durch. Bronze ging mit 9,2 Sekunden Rückstand an den Norweger Petter Northug. Das deutsche Duo Josef Wenzl und Tim Tscharnke war in der Qualifikation ausgeschieden.

Zuvor hatte die viermalige Skilanglauf-Weltmeisterin Marit Björgen aus Norwegen ihre erste olympische Goldmedaille gewonnen. Die 29-Jährige aus Trondheim setzte sich im Sprint der Frauen vor der Polin Justyna Kolwalczyk durch. Dritte wurde trotz einer bei einem Trainingssturz erlittenen Rippenverletzung die Slowenin Petra Majdic. Das deutsche Trio mit Nicole Fessel, Katrin Zeller und Hanna Kolb war im Viertelfinale gescheitert.

Zweiter Sieg für deutsche Curling-Frauen

Die deutschen Curling-Frauen haben auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen. Das Team um Skip Andrea Schöpp setzte gegen die USA mit 6:5 durch. Bereits am Dienstag hatte die Auswahl vom SC Riessersee Russland mit 9:5 geschlagen. Nach der zweiten von neun Vorrundenpartien liegen die Deutschen damit auf dem Spitzenrang des olympischen Klassements. Die nächste Partie steht am Donnerstag (18.02.) gegen Gastgeber Kanada an.

Die deutschen Curling-Männer haben dagegen im dritten Gruppenspiel die zweite Niederlage einstecken müssen. Das Team von Skip Andy Kapp musste sich Europameister Schweden mit 3:6 geschlagen geben.

Auftaktniederlage im Eishockey

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gab es erwartungsgemäß in ihrer ersten Turnierpartie nichts zu gewinnen. Allerdings schlug sich die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp beim 0:2 gegen Schweden überaus achtbar. Krupp setzt bei diesem Turnier vorrangig auf die in der nordamerikanischen NHL spielenden Cracks – die gesamte Startsechs steht bei NHL-Clubs unter Vertrag. Nächster Gegner der deutschen Mannschaft ist Finnland, das sich mit 5:1 gegen Weißrußland durchsetzte.

Halfpipe-Star Shaun White wieder Olympiasieger

Shaun White in der Halfpipe (AP Photo/Gerry Broome)

Superstar Shawn White in der Halfpipe

Er ist einer der Superstars der Spiele, Dollar-Millionär, sportlich weiter erfolgreich – und wird von der Konkurrenz gehasst. Der amerikanische Halfpipe-Artist Shaun White wurde wie 2006 Olympiasieger. Er gewann deutlich vor dem Finnen Peetu Piiroinen und Scott Lago aus den USA. Seit Jahren treibt White seine Sportart mit immer neuen und spektakuläreren Sprüngen immer weiter voran und lässt die Konkurrenz nur staunend zuschauen. Zudem versteht er es meisterhaft, sein Können zu vermarkten. Er ist vielleicht der bekannteste Sportler der Spiele, obwohl viele, die ihn dem Namen nach kennen, wahrscheinlich nicht viel von ihm wissen – das nach ihm benannte Computerspiele gehört zu den meistverkauften Games der Welt. Seine erste Million machte er mit 14, derzeit wird sein Jahreseinkommen auf acht Millionen Dollar geschätzt – und das in einer absoluten Randsportart.

Zweiter Olympiasieg für Shauni Davis

Als erstem Eisschnellläufer ist es dem Amerikaner Shauni Davis gelungen, über die 1000-m-Distanz zum zweiten Mal Olympiasieger zu werden. In Vancouver gewann er vor 500-m-Olympiasieger Mo Tae-Bum aus Südkorea und Chad Hedrick aus den USA. Samuel Schwarz kam als bester Deutscher auf den 16. Rang.

Den 500-m-Wettbewerb im Shorttrack entschied die Chinesin Wang Meng für sich. Sie gewann vor der Kanadierin Marianne St-Gelais und Adriana Fontana aus Italien. Aika Klein war schon im Vorlauf ausgeschieden

Leichnam von Kumaritaschwili in Tiflis angekommen

Fünf Tage nach dem tödlichen Sturz des georgischen Olympia-Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili in Kanada ist der Sarg mit dem Leichnam des Sportlers in seiner Heimat eingetroffen. Rund 2000 Menschen, darunter Vertreter der orthodoxen Kirche und viele Athleten des Landes, gaben Kumaritaschwili am Flughafen der Hauptstadt Tiflis im Kaukasus das letzte Geleit.

Die Spitze des Medaillenspiegels nach 28 Entscheidungen:

1. USA 5 3 6

2. Deutschland 3 4 3

3. Südkorea 3 2 0

4. Schweiz 3 0 1

Autor: Arnulf Boettcher / Wolfgang van Kann
Redaktion: Joachim Falkenhagen / Frank Wörner

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