Deutsche Rodler fast unschlagbar - im Eiskanal dominiert Schwarz-Rot-Gold | Sport | DW | 15.02.2018
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Olympische Winterspiele

Deutsche Rodler fast unschlagbar - im Eiskanal dominiert Schwarz-Rot-Gold

Mit sechs Medaillen in der Tasche fahren die deutschen Rodler von den Winterspielen in Pyeongchang nach Hause. Der erfolgreiche Teamwettbewerb krönt eine Woche, die die deutsche Dominanz im Rodeln weiter manifestiert.

Mehr Dominanz geht nicht! Seit den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck ist Rodeln olympische Disziplin. Seitdem wurden insgesamt 47 olympische Goldmedaillen vergeben und nur 13-mal ging das begehrteste Edelmetall nicht an einen Rodler, eine Rodlerin, ein Doppel oder ein Team aus Deutschland. Während bis zum Ende der 80er Jahre die Rodler und Rodlerinnen aus der DDR dominierten, übernahm anschließend bei den Männern der Bayer Georg Hackl die Regentschaft und wurde dreimal in Folge Olympiasieger (1992 bis 1998).

Die Frauen fielen nach der Wende zwar in ein kleines "Goldloch" - 1992 und 1994 gab es kein Gold -, aber seit 1998 gaben sich Silke Kraushaar, Sylke Otto, Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger mit den Olympiasiegen quasi die Hand. Bei den Doppelsitzern gelang es lediglich den Italienern und Österreichern einige Male, die deutsche Phalanx zu durchbrechen, ansonsten stand auch hier immer Schwarz-Rot-Gold ganz oben.

Deutsches Team halbe Ewigkeit voraus

Südkorea Pyeongchang Olympische Winterspiele 2018 | Natalie Geisenberger Rodeln (picture-alliance/dpa/T. Hase)

Natalie Geisenberger und Bundestrainer Norbert Loch

Kein Wunder, dass bei solcher Dominanz auch im Teamwettbewerb kein Weg an den deutschen Rodlern vorbeiführt. Wie schon vor vier Jahren bei der olympischen Premiere in Sotschi, fuhr die deutsche Mannschaft auch im Eiskanal von Pyeongchang der gesamten Konkurrenz davon. Im Ziel hatten Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und das Doppel der beiden "Tobis", Tobias Wendl und Tobias Arlt, 35 Hunderstelsekunden Vorsprung auf die zweitplatzierten Kanadier - im Rodelsport, wo es um Tausendstel geht, eine halbe Ewigkeit.

"Es ist sensationell, was wir erreicht haben. Das ist viel mehr als wir erwartet haben", sagte Bundestrainer Norbert Loch, der den Erfolg seiner Mannschaft im Zielraum mit mehreren Urschreien begleitete. Stolz zeigte er mit sechs Fingern die Anzahl der gewonnenen Medaillen an. "Wir haben uns akribisch vorbereitet. Vier Jahre ist eine lange Zeit. Wenn es zum Schluss aufgeht, muss man es rauslassen", begründete der Cheftrainer in der ARD seine befreienden Schreie. Vor dem Staffel-Olympiasieg hatte Ludwig Bronze im Männer-Einzel geholt, bei den Frauen hatte es Gold für Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger gegeben. Im Doppelsitzer hatten Wendl/Arlt gesiegt, Dritte wurden Toni Eggert/Sascha Benecken. Vor vier Jahren hatten die deutschen Kufen-Asse noch alle vier Goldmedaillen gewonnen. In Pyeongchang verhinderte nur der folgenschwere Patzer von Felix Loch, der auf dem fast sicheren Weg zu Gold war, am Ende aber nur Fünfter wurde, den erneuten goldenen Vierer-Pack. Deutschlands bester und erfolgreichster Rodler der vergangenen Jahre tröstete sich indes und twitterte am Valentinstag ein Foto von sich und seiner Frau Lisa, zu dem er schrieb: "Du bist meine wahre Goldmedaille."

Und natürlich freute sich Loch gemeinsam mit den Teamkollegen über deren Goldmedaille in der Teamstaffel. Denn auch dank ihr ist Deutschland die erfolgreichste Rodel-Nation - wie schon in Sotschi und bei so vielen anderen Olympischen Winterspielen zuvor.

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