1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Deutsche Rüstungsexporte besorgniserregend

Die deutsche Ausfuhr von Kriegswaffen und Rüstungsgütern bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Dies beklagte die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung - GKKE - bei der Vorlage ihres Rüstungsexportsberichts 2001.

default

Exportartikel Leopard II

Mit Ausfuhren im Wert von fünf Milliarden Mark rangiert Deutschland an fünfter Stelle unter den weltweit größten Rüstungsexportländern, nach den USA, Russland, Frankreich und Großbritannien, aber noch deutlich vor China. Den größten Anteil dabei stellen Großlieferungen für ausländische Kriegsmarinen, Hauptabnehmer sind andere Industriestaaten, aber auch Staaten in Osteuropa. Ein Drittel aller Rüstungsexporte geht in Entwicklungsländer - für die Kirchen Anlass zu besonderer Besorgnis, wie Prälat Karl Jüsten von der GKKE betont:

"Die Kirchen in Deutschland sind nach wie vor der Überzeugung, daß die durch Waffenlieferungen angeheizte Rüstungsdynamik wichtige Ressourcen vieler Entwicklungsländer verschlingt und deren Möglichkeiten zur Schaffung gesellschaftlichen Gemeinwohls empfindlich einschränkt."

Kirchen vermissen "neue Rüstungsexportpolitik"

Ob Groß- oder Kleinwaffen, Munitionsfabriken, ausrangierte Panzer - geliefert werde praktisch alles und obwohl die rotgrüne Regierung eine neue Rüstungsexportpolitik proklamiert habe, bleibe die Wirklichkeit hinter dem Anspruch weit zurück, bemängelten die Kirchenvertreter. Die Konkurrenz auf dem weltweiten Markt nehme zu, immer mehr Länder wollten ihre Militärpotentiale modernisieren und zugleich wächst die Zahl von Konflikten und Bedrohungs-Szenarien, was viele Staaten veranlasse, zusätzlich in die Rüstung zu investieren.

Die Redaktion empfiehlt