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Afrika

Deutsche Polizei hilft Südafrikanern bei WM

Der WM-Gastgeber Südafrika setzt auf das Know-How der deutschen Polizei. Besuche sind auch in den Polizeibehörden und Stadien Ruhrgebiet geplant, um mehr über den Umgang mit problematischen Fußball-Fans zu lernen.

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Kühler Kopf in heißer Atmosphäre: Südafrikas Polizei trainiert in NRW

Die im Umgang mit sportlichen Großereignissen erfahrene Polizei aus Nordrhein-Westfalen unterstützt die Beamten aus Südafrika bei der Planung und Durchführung der Fußball- Weltmeisterschaft 2010. "Unsere Polizei besitzt bundesweit die größte Erfahrung bei Fußballeinsätzen. Deshalb helfen unsere Beamten gerne", sagte NRW-Innenminister Ingo Wolf am vergangenen Donnerstag bei der Begrüßung einer südafrikanischen Delegation in Duisburg.

Austausch von Informationen im Vordergrund

Fans

Sicherheit in den Stadien gewährleisten

253 Tage vor dem Anpfiff der WM in Johannesburg (11. Juni bis 11. Juli 2010), bei der etwa drei Millionen Besucher aus aller Welt erwartet werden, trafen hochrangige Polizeibeamte aus Südafrika in Duisburg ein. Sie wollen in den kommenden sechs Tagen an Rhein und Ruhr über Sicherheitsfragen bei der WM 2010 beraten und sich mit den NRW-Kollegen austauschen. "Für den sicheren Ablauf dieses Großereignisses muss die südafrikanische Polizei die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit finden", sagte Wolf.

Die deutschen Polizisten werden der Südafrika-Delegation unter anderem über Erfahrungen mit der Vorbereitung und Durchführung der WM 2006 berichten. Die Gäste besuchen laut Innenministerium auch die Spielstätten und Polizeibehörden in Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen, die über ein großes Fachwissen in Sicherheitsfragen bei Fußballspielen verfügen. Sie können sich vor Ort sowohl ein Bild über die Einsatztaktiken der Polizei bei Bundesligaspielen als auch über das Verhalten von Fußballfans machen.

Ruhrgebiet ein Brennpunkt der Fußballszene

Dié Südafrikaner werden vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) in Duisburg betreut. LZPD-Leiter Jürgen Mathies war für das nationale deutsche Rahmenkonzept der Polizeieinsätze von Bund und Ländern bei der Fußball-WM 2006 verantwortlich. Er hat bereits dreimal mit Mitarbeitern des LZPD die Polizei vor Ort in Südafrika beraten. Zum LZPD gehören auch die international hoch angesehenen Hooliganexperten der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS). Seit 1992 unterstützen und beraten sie regelmäßig bei Welt-und Europameisterschaften sowie wichtigen Fußballspielen ihre ausländischen Kolleginnen und Kollegen.

Autor: Dirk Bathe (dpa/sid)