Deutsche Politiker streiten über Putsch in Honduras | Fokus Amerika | DW | 06.08.2009
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Fokus Amerika

Deutsche Politiker streiten über Putsch in Honduras

Liberale sehen keinen Putsch in Honduras +++ Linkspartei fordert Wiedereinsetzung des ehemaligen Präsidenten Zelaya +++ Argentiniens Fußball-Liga kann wegen Finanzproblemen nicht in die Saison starten

Honduras Ex-Präsident Manuel Zelaya(Foto: AP)

Honduras Ex-Präsident Zelaya kämpft weiter für seine Rückkehr

Deutsche Liberale sehen keinen Putsch in Honduras

Während fast alle Politiker in Deutschland den Sturz des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya durch große Teile seiner Liberalen Partei und der Armee als einen widerrechtlichen Putsch ansehen, hält die FDP-Spitze dagegen. Die der FDP zugehörige Friedrich-Naumann-Stiftung hatte deswegen Spitzenpolitiker der Anti-Zelaya-Front aus Honduras nach Berlin eingeladen, um ihre Sicht der Dinge darzustellen. Und die kamen auch und erklärten, warum sie den Sturz des Präsidenten nach wie vor für gerechtfertigt halten.

Linkspartei fordert Wiedereinsetzung Zelayas

Ganz anders als die FDP argumentiert die Fraktion DIE LINKE im Bundestag - und erklärt sich solidarisch mit den Demonstranten, die in den letzten Tagen gegen den Interimspräsidenten Roberto Micheletti und für Zelaya auf die Straße gingen. Aus diesem Grunde ist die stellvertretende Fraktionschefin der LINKEN, Monika Knoche in die honduranische Hauptstadt Tegucigalpa geflogen. Dort trifft sie sich mit den Aufständischen, mit Gewerkschaften, mit der Frau Zelayas, Xiomara Castro, die weiterhin in Honduras lebt und mit Ministern der gestürzten Regierung. Dabei fordern die LINKEN die Wiedereinsetzung der alten Regierung, inklusive des Präsidenten, und bezeichnen das Vorgehen der Gegner Zelayas als einen unrechtmäßigen Putsch. Monika Knoche schildert Ihre Eindrücke von vor Ort.

Argentiniens Fußball-Liga kann nicht starten

Wenn im fußballverrückten Argentinien Probleme in der Fußball-Liga auftreten, dann bewegt das die meisten Argentinier mehr als die vielen politischen oder wirtschaftlichen Probleme des Landes. Und nun ist ein ganz großes Problem der Liga aufgetreten - denn die Primera Division beginnt nicht wie geplant am 14. August. Das hat das Exekutivkomitee des Argentinischen Fußball-Verbandes beschlossen. Grund dafür sind Millionen-Schulden der Vereine - und zwar nicht nur bei den Spielern, sondern auch beim Verband selber und nicht zuletzt auch bei den argentinischen Steuerbehörden. Und nun gibt es heftige Proteste der argentinischen Fans beim Verband.

Redaktion: Ralf Buchinger

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