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Deutschlehrer-Info

Deutsche Nachrichten zu kompliziert?

Unverständliche Sprache, zu viele negative Meldungen – viele „Tagesschau“-Zuschauer sind mit der deutschen Nachrichtensendung unzufrieden. Muss das Traditionsformat seine Berichterstattung ändern?

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid unter 1.600 Menschen in Deutschland hat Anfang April 2015 ergeben, dass viele Zuschauer der deutschen Nachrichtensendung „Tagesschau“ mit dem Format unzufrieden sind. Jeder fünfte Zuschauer in der Gruppe der über 60-Jährigen bezeichnet die Sprache der Sendung als unverständlich, jeder vierte befragte Schüler findet die Themen zu kompliziert. Die „Tagesschau“ existiert seit 1952 und gilt als das älteste noch laufende Nachrichtenformat im deutschen Fernsehen. Im Jahr 2014 sahen täglich knapp neun Millionen Menschen die Sendung um 20 Uhr an.

Neben Kritik an Sprache und Themen der „Tagesschau“ ergab die aktuelle Befragung auch, dass 29 Prozent der Zuschauer von den Statements, die Politiker in der Sendung abgeben, „genervt“ sind. Ebenso viele finden es nicht gut, dass der Anteil negativer Meldungen so hoch ist.

Nach Christian Nitsche, Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, muss es die Berichterstattung der „Tagesschau“ den Zuschauern möglich machen, auch komplexe Themen zu verstehen. Das gehöre zu den „journalistischen Herausforderungen“ der Sendung. Er kommentierte das Umfrageergebnis mit den Worten: „Hinweise, wo uns dies aus Sicht der Zuschauer nicht in ausreichendem Maß gelungen ist, nehmen wir sehr gerne auf.“ Negativmeldungen könne die „Tagesschau“ natürlich nicht vermeiden. Dennoch würde man sich darum bemühen, auch Positivbeispiele in die Berichterstattung aufzunehmen.


ss; bs (epd)

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