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Welt

Deutsche nach Schiffsunglück vermisst

Nach dem Schiffsunglück vor der italienischen Küste ist das Schicksal mehrerer deutscher Passagiere nach wie vor ungeklärt. Unterdessen konnte das sechste Todesopfer aus der "Costa Concordia" geborgen werden.

Halb-gesunkenes Schiffswrack (Photo:rtr)

Die Suche nach den Vermissten geht unvermindert weiter

In dem gekenterten Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste haben Rettungskräfte eine weitere Leiche gefunden. Feuerwehrsprecher Luca Cari sagte, bei dem Opfer handele es sich um einen männlichen Passagier. Er sei in einem Korridor in dem Teil des Schiffes entdeckt worden, der noch über Wasser liege. Das Opfer habe eine Schwimmweste getragen. Damit stieg die Zahl der bei der Havarie Getöteten auf sechs. 16 Menschen werden noch vermisst.

Nach Angaben aus den einzelnen Bundesländern konnte mit mindestens elf Deutschen, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, bislang kein Kontakt geknüpft werden. Diese vermissten Passagiere kämen aus Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Das Auswärtige Amt sprach von einer Zahl "im niedrigen zweistelligen Bereich". Ein AA-Sprecher sagte: "Wir wissen nicht, wo sie sind."

566 Deutsche waren an Bord

Ein dicker Felsbrocken hat sich in den Rumpf des Schiffes gebohrt (Foto: rtr)

Ein dicker Felsbrocken hat sich in den Rumpf des Schiffes gebohrt

Die "Costa Concordia" war Freitagnacht vor der toskanischen Küste auf einen Felsen gelaufen und gekentert. An Bord waren rund 4.200 Menschen, darunter 566 Deutsche. Augenzeugen berichteten, dass der Kapitän Francesco Schettino bereits an Land gesehen worden sei, bevor die Evakuierung des Schiffes abgeschlossen gewesen sei. Schettino sitzt seit Samstagabend in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Pier Luigi Foschi, hat menschliches Versagen für das Unglück der "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste verantwortlich gemacht. Bei der letzten Überprüfung des Schiffs im vergangenen Jahr habe es keine Beanstandungen gegeben, sagte Foschi.

as/je (dpa,afp,dpad, rtr)

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