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Wirtschaft

Deutsche Manager wollen Gehälter geheim halten

Mit dem geplanten Gesetz zur Offenlegung von Managergehältern stößt Deutschlands Justizministerin Brigitte Zypries auf erbitterten Widerstand bei den Großkonzernen. Zahlreiche DAX-Unternehmen wollen in der Frage hart bleiben, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (13.3.2005) berichtet. So werde BMW-Chef Helmut Panke bei der Vorlage der Bilanz nächste Woche die Gehälter des Vorstandes nicht einzeln ausweisen. "Wir halten den Gesetzesvorschlag für falsch", wird ein BMW-Sprecher zitiert. Auch Daimler-Chef Jürgen Schrempp kämpfe weiter dafür, sein Gehalt nicht offen zu legen, berichtet die Zeitung. Ebenso ablehnend sei die Position des BASF-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hambrecht.

Der Aktionär gewinne keine zusätzliche Erkenntnis, wenn er das Gehalt jedes einzelnen Vorstandes erfahre, sagte er. "Der Gesamtausweis der Gehälter entspricht der Gesamtverantwortung des Vorstandes."

Widerstand gegen das Gesetzesvorhaben gibt es offenbar auch bei Porsche. "Der Spiegel" berichtete, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking werde seine Bezüge möglicherweise weiter geheim halten können. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piech hätten im Aufsichtsrat zugesagt, eine entsprechende Ausnahmeregelung durchzusetzen. Beide Familien halten zusammen 50 Prozent der Porsche-Aktien. Um die Offenlegungspflicht zu umgehen, müssten sie allerdings laut dem Gesetzentwurf auf der Hauptversammlung eine Drei-Viertel-Mehrheit organisieren.