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Wirtschaft

Deutsche Märkte setzen Erholungskurs fort

Unterstützt von den festen US-Börsen haben die meisten deutschen Aktien am Montag deutliche Kursgewinne verbucht. Der deutsche Aktienmarkt hat damit an seinen Aufwärtstrend der vergangenen Woche angeknüpft.

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Tagesgewinner: EPCOS

Getragen von Gewinnen bei Technologiewerten legte der Deutsche Aktienindex DAX 2,91 Prozent oder 148,43 Punkte auf 5.245,84 zu. Die Stimmung sei sehr gut, sagten Händler. Die deutschen Aktien bildeten die Freitags-Rallye der Wall Street nach, und es mehre sich die Hoffnung auf eine baldige Erholung der weltweiten Wirtschaft.

Am Neuen Markt stieg der Auswahlindex NEMAX 50 um 2,2 Prozent oder 22,46 Punkte auf 1047,14. 'Ich erwarte, dass es auch die nächsten Tage nach oben geht', sagte ein Händler. 'Dann werden viele Anleger fast gezwungen sein zu kaufen, wenn sie nichts verpassen wollen.'

Stärkster Wert im DAX war die Aktie des Bauelemente-Spezialisten EPCOS: Sie kletterte um fast zehn Prozent und profitierte dabei Händlern zufolge von den positiven Vorgaben der Wall Street. Das Unternehmen hatte zudem vergangene Woche seine Umsatzprognose für das zweite Quartal erhöht. Auch die anderen Technologiewerte wie Siemens, Infineon und SAP verbuchten Kursgewinne.

Siemens-Papiere zogen um 5,15 Prozent an. Infineon-Aktien verteuerten sich um 6,16 Prozent. Kräftige Kursgewinne verbuchte auch die Aktie des Finanzdienstleisters MLP, die 8,13 Prozent zulegte. Das Lufthansa-Papier gewann fast zwei Prozent. Die internationale Luftfahrt zeige Erholungstendenzen, sagten Händler.

Einen Tag vor Veröffentlichung von Geschäftszahlen stieg die Aktie der Deutschen Telekom um 2,5 Prozent. Die Bonner werden für 2001 erstmals seit ihrem Börsengang vor gut fünf Jahren rote Zahlen ausweisen. Experten rechnen trotz einer Verbesserung der operativen Geschäfte unter dem Strich mit Verlusten in einer Größenordnung von rund 2,5 Milliarden Euro. Allerdings seien die schlechten Nachrichten bereits eingepreist, sagte ein Händler.

Schlusslicht auf der weitgehend grün gefärbten DAX-Liste waren defensive Werte. 'Wenn der Markt so euphorisch ist wie heute, dann konzentrieren sich Anleger auf Technologiewerte und ignorieren konservative Werte', sagte der Händler

Die Deutsche Börse will zwar weiterhin bis 20.00 Uhr handeln lassen. Sie erwägt aber zugleich, die entscheidende Schlussauktion zur Berechnung der Indizes auf 17.30 Uhr vorzuziehen. In den letzten zweieinhalb Handelsstunden dürften Privatanleger dann weitgehend unter sich sein. Am Mittwoch will sich der Börsenrat mit den Handelszeiten befassen.

Die Großbanken lassen keinen Zweifel daran, dass sie derzeit wenig Interesse an diesem Angebot haben. «Hohe Kosten, aber keine Erträge», heißt es etwa bei der Commerzbank. Die Finanzinstitute hoffen, dass sie durch eine Änderung der Handelszeiten den Großteil ihrer Händler früher in den Feierabend schicken können. Bei Aktionärsschützern stößt die Haltung der Banken grundsätzlich auf Verständnis: «Warum sollen die armen Leute den ganzen Abend da 'rumsitzen», fragt sich etwa Markus Straub von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Wenn sich etwas nicht bewährt habe, müsse es wieder rückgängig gemacht werden können. Die Durchschnittsrendite stieg um acht Basispunkte auf 4,89 Prozent.

Die Schlusskurse im Dax wie immer in Euro und - wie alles andere - ohne Gewähr:

adidas-Salomon 79,97 ( 5,47)

Allianz 264,50 ( 5,45)

BASF 45,95 ( 1,23)

Bayer 38,01 ( 0,66)

HypoVereinsbank 36,40 ( 1,19)

BMW 44,50 ( 0,20)

Commerzbank 19,58 ( 0,07)

DaimlerChrysler 49,70 ( 1,90)

Degussa 34,88 ( 0,26)

Deutsche Bank 72,64 ( 3,74)

Deutsche Post 15,47 ( 0,18)

Deutsche Telekom 17,03 ( 0,42)

E.ON AG 57,39 ( 0,79)

EPCOS 50,31 ( 4,54)

Fresenius Med. Care 61,68 ( 2,68)

Henkel 65,74 (-0,86)

Infineon Techno 29,11 ( 1,69)

Linde 54,56 ( 0,86)

Lufthansa 18,91 ( 0,36)

MAN 28,39 ( 0,19)

Metro 40,95 ( 2,19)

MLP 67,07 ( 5,04)

Münchener Rück 288,15 ( 5,65)

Preussag 33,77 ( 0,92)

RWE 41,56 ( 0,20)

SAP 163,98 ( 5,08)

Schering 66,89 ( 0,19)

Siemens 72,45 ( 3,55)

ThyssenKrupp 17,81 ( 0,26)

VW 59,02 ( 1,92)

Die Notierungen ausgewählter Devisen aufgrund der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank - demnach entsprach ein Euro:

0,8649 US-Dollar

0,6097 Brit. Pfund

1,4779 Schw.Franken

114,40 Jap. Yen

  • Datum 04.03.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1xNz
  • Datum 04.03.2002
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