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Top-Thema – Podcast

Deutsche lieben Döner

Neben Currywurst und Hamburger greifen viele Deutsche immer wieder gerne zum Döner Kebab. Die türkische Spezialität aus Fladenbrot, Fleisch, Gemüse und Soße ist in Deutschland beliebter denn je.

Etwa 65000 Menschen arbeiten in Deutschland an 15000 Dönerbuden und in 200 Produktionsstätten für Dönerfleisch. Das Döner-Geschäft erreicht pro Jahr einen Umsatz von etwa 2,5 Milliarden Euro. Tarkan Taşyumruk, Präsident des Vereins Türkischer Dönerhersteller in Europa, weiß, dass Deutschland von diesen 2,5 Milliarden Euro allein eine Milliarde Euro durch den Export von Dönerfleisch in andere EU-Länder verdient.

Entgegen seinem fettigen Ruf ist der Döner im Vergleich zu vielen anderen Fastfood-Snacks sogar gesund. Gül Scherzo, Mitarbeiterin einer deutschen Krankenkasse, kann das bestätigen. Ein Döner aus reinem Kalbfleisch mit Brot, Gemüse und Salat ist, so erklärt sie, eine ausgewogene Ernährung für zwischendurch. Und sie fügt lachend hinzu: "Jedenfalls viel besser als Currywurst mit Pommes!"

Tarkan Taşyumruk glaubt, dass der Döner in Deutschland sogar mehr von Deutschen gegessen wird als von Türken. "Ich denke, der Döner ist in Deutschland so erfolgreich, weil er schnell geht und trotzdem frisch ist. Er wird vor den Augen der Kunden zubereitet, und der Kunde kann ihn individuell gestalten – das sind Merkmale, die in Deutschland sehr wichtig sind."

Man sagt, dass die erste Dönerbude vor 40 Jahren am Berliner Bahnhof Zoo eröffnet wurde. Genau weiß das aber niemand. Im Frühjahr 2010 fand in Berlin sogar die erste Döner-Messe statt, deren Präsident Taşyumruk ist. Stolz erklärt er: "Das Produkt ist zwar in der Türkei geboren, aber es hat sich erst hier zu dem entwickelt, was es heute ist. Der Döner ist deshalb ein absolutes Integrationsprodukt." Fest steht: Nirgends auf der Welt werden heute so viele Döner gegessen wie in Deutschland – nicht einmal in der Türkei.

Glossar

Currywurst, die – eine deutsche Wurst mit Ketchup und dem Gewürz Curry

zu etwas greifen – hier: etwas essen

Spezialität, die hier: eine Speise, die für etwas (z. B. ein Land) besonders typisch ist

Fladenbrot, das – ein dünnes, helles Brot

beliebter denn je – so beliebt wie nie zuvor

Bude, die – hier: ein kleines Geschäft

Produktionsstätte, die – der Ort, an dem etwas hergestellt wird

Umsatz, der – hier: das Geld, das insgesamt eingenommen wird

fettig – so, dass etwas viel Fett enthält

Ruf, der – hier: die Meinung, die die Leute von jemanden/etwas haben

ausgewogen – so, dass es von etwas nicht zu viel und nicht zu wenig gibt

Ernährung, die – das Essen und Trinken

für zwischendurch – für Pausen

etwas geht schnell – etwas ist schnell fertig

etwas zubereiten – ein Essen vorbereiten

individuell – persönlich; so, dass etwas zu einer bestimmten Person passt

gestalten – entscheiden, wie etwas sein soll

Integration, die – hier: die Bildung einer Gemeinschaft mit Menschen aus verschiedenen Kulturen

etwas steht fest – etwas ist sicher

nicht einmal – hier: sogar nicht

Fragen zum Text

1. Was denken viele Menschen über den Döner?

a) Er ist gut für die Integration der Türken in Deutschland.

b) Seine Zubereitung geht schnell, da er nicht frisch sein muss.

c) Er enthält viel Fett.

2. Laut Tarkan Taşyumruk findet der deutsche Kunde es gut, dass er …

a) selbst bestimmen kann, womit sein Döner zubereitet wird.

b) die Dönerbude schnell verlassen kann.

c) etwas für die Integration tut, wenn er einen Döner isst.

3. Gül Scherzo sagt, dass man bei einer ausgewogenen Ernährung …

a) lieber auf Döner verzichten sollte.

b) problemlos auch Döner essen kann, denn er ist gesund.

c) darauf achten sollte, genug Fleisch zu essen.

4. Ergänzen Sie diesen Satz: "Es ist einfach, einen Döner …"

a) zuzubereiten.

b) zu bereiten.

c) zubereiten.

5. Welcher Satzanfang ist sinnvoll: "…, dass die deutsche Wirtschaft eine Milliarde Euro durch den Export von Dönerfleisch verdient."

a) Man sagt, …

b) Es steht fest, …

c) Es ist denkbar, …

Arbeitsauftrag

Wenn Sie selbst bestimmten könnten, mit welchen Zutaten Sie Ihr Fladenbrot füllen könnten – wofür würden Sie sich entscheiden? Welches Gemüse oder welches Fleisch mögen Sie am liebsten? Was für eine Soße hätten Sie gerne? Vielleicht soll es sogar ein süßer Döner sein? Stellen Sie Ihren perfekten Döner zusammen. Schreiben Sie dazu eine Einkaufsliste mit den gewünschten Zutaten.

Autor/in: Samuel Jackisch/Anne Gassen

Redaktion: Shirin Kasraeian

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