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Kultur

Deutsche Löwen in Venedig

Ein israelischer Film über den Libanon-Krieg von 1982 und das Debüt einer iranischen Regisseurin sind die Hauptgewinner der Filmfestspiele von Venedig – und Deutschland hat stets mitgewonnen.

Sie zeigt das Victory-Zeichen (Foto: ap)

Stolz auf Silber: Shirin Neshat

Das israelische Antikriegsdrama "Lebanon" von Samuel Maoz ist am Samstagabend (12.09.2009) zum Abschluss der Filmfestspiele von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Der Film zeigt den Einmarsch der israelischen Armee 1982 in das Nachbarland Libanon aus der beklemmend klaustrophobischen Perspektive einer Panzerbesatzung. Er wirkt als erschütterndes Antikriegsplädoyer.

Als der CIA im Iran putschte

Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an die im Iran geborene Fotografin Shirin Neshat für ihr Frauendrama "Women without Men". Der Film erzählt die Geschichte von vier Frauen aus Teheran vor dem Hintergrund des Staatsstreiches im Jahre 1953, als die demokratisch gewählte Regierung von Mohammed Mossadegh mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA gestürzt wurde. Ein halbes Jahrhundert danach solle der Film Demokratie liebende Menschen in ihrer Heimat ermutigen, sagte Neshat.

Akin bei der Preisverleihung des Deutschen Filmpreis 2008 (Foto: ap)

Wieder ein Preis für Akin - wie hier die Lola 2008

Der deutsche Regisseur Fatih Akin gehörte zu den Publikumsfavoriten des Festivals. Nach seinen preisgekrönten Filmen "Gegen die Wand" und "Auf der anderen Seite" gewann er nun mit der Komödie "Soul Kitchen" den Sonderpreis der Jury.

Alles deutsche Preise?

Alle drei Auszeichnungen können als Triumphe des deutschen Kinos gewertet werden: Sowohl "Soul Kitchen" als auch "Women without Men" liefen als deutsche Wettbewerbsbeiträge, an "Lebanon" ist Deutschland als Koproduktionspartner beteiligt.

Als bester Darsteller wurde unter heftigem Applaus Colin Firth für seine Oscar-verdächtige Rolle als schwuler Professor in dem Erstlingswerk des bekannten Modemachers Tom Ford "A Single Man" ausgezeichnet. Zur besten Darstellerin erkor die Jury unter Leitung des taiwanesischen Regisseurs Ang Lee die russisch-italienische Schauspielerin Kseniya Rappoport für ihre Rolle im italienischen Thriller "La Doppia Ora" (Die doppelte Stunde).

Weitere Preise gingen an den Amerikaner Todd Solondz für das Drehbuch seines Films "Life During Wartime", an Sylvie Olivé für die Ausstattung der französischen Produktion "Mr. Nobody" und an den Philippinen Pepe Diokno für das beste Erstlingswerk, das Straßengangdrama "Engwentro". (sam/sas/epd/ap)

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