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Kultur

Deutsche Kunst landet in London im Müll

Kunst oder Abfall? Diese Frage entschied eine Putzfrau in der Londoner Galerie Tate Britain ohne längere Beschäftigung mit dem Objekt: Sie warf eine mit Zeitungspapier, Pappe und anderen Schnipseln gefüllte Plastiktüte auf den Müll. Das in keiner Weise besonders gekennzeichnete oder befestigte Ausstellungsstück war nach Angaben der Galerie allerdings eine Kreation des deutschen Künstlers Gustav Metzger (78), berichtete die "Times".

Obwohl der Plastiksack aus dem Müll gerettet werden konnte, hat Metzger für die Ausstellung "Kunst und die 60er Jahre" eine neue Version des Werkes angefertigt. Der mit Papier voll gestopfte, transparente Sack soll laut Metzger die Vergänglichkeit und "Selbstzerstörung" jeglicher Kunst darstellen.

Zu seinem ausgestellten Werk gehört auch ein so genanntes Säurebild. Der mit Säure bemalten Nylonoberfläche ist die langsame Zersetzung garantiert. Um künftige unangenehme Zwischenfälle mit dem Werk des Deutschen zu vermeiden, wird der unter dem Bild frei stehende Plastiksack nach Angaben der Tate jetzt über Nacht zugedeckt.