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Sport

Deutsche Kombinierer überragend

Einmal Eric Frenzel, einmal Fabian Rießle - die nordischen Kombinierer aus Deutschland drücken dem Weltcup von Chaux-Neuve in Frankreich den Stempel auf. Und sie ziehen in der Gesamtwertung auf und davon.

Erst feierte Eric Frenzel seinen 25. Weltcup-Sieg, dann zog Fabian Rießle nach und schlüpfte ins Gelbe Trikot: Die deutschen Kombinierer haben nach fünfwöchiger Zwangspause da weitergemacht, wo sie kurz vor Weihnachten aufgehört hatten. "Man hat wieder einmal gesehen, dass wir ein bärenstarkes Team sind", sagte Rießle nach seinem zweiten Saisonsieg im französischen Chaux-Neuve.

Am Samstag hatte noch Olympiasieger Frenzel triumphiert, einen Tag später musste er sich hinter Rießle mit Rang zwei begnügen. Das DSV-Duo zog damit auch im Gesamtweltcup auf und davon: Rießle führt mit 394 Punkten nun knapp vor Titelverteidiger Frenzel (371). "Ich hatte mir heute vorgenommen, das Gelbe Trikot zu verteidigen. Ich wusste, dass ich vor Eric landen muss, damit das Ding nicht weg ist. Das war ein großer Ansporn", sagte Rießle nach einer wahren Energieleistung. Einen Kilometer vor dem Ziel setzte er die entscheidende Attacke, der diesmal geschlagene Frenzel rettete gegen den Japaner Akito Watabe Rang zwei.

Sieger in Chaux-Neuve Fabian Riessle Eric Frenzel Akito Watabe

Deutsche Meiterschaft mit japanischem Gast: Sieger Rießle, eingerahmt von Frenzel (l.) und Akito Watabe

Den letzten deutschen Doppelsieg hatte es im Januar 2015 ebenfalls in Chaux-Neuve gegeben, als Frenzel vor Rießle gewonnen hatte. Weltmeister Johannes Rydzek rundete als Sechster das erstklassige deutsche Ergebnis ab, schon am Samstag hatte der Weltmeister nach schwachem Saisonstart mit Platz vier seine aufsteigende Form bewiesen.

Weite Sprünge, gute Taktik

Frenzel und Rießle legten an beiden Tagen mit starken Sprüngen die Basis für ihre Siege, zudem stimmte die Laufform. Das zeigte sich besonders am Sonntag, wo sich zunächst eine Fünfergruppe um das DSV-Duo bildete. Als die Verfolger immer näher kamen, verschärfte zunächst Frenzel das Tempo. "Es war wichtig, die Läufer hinter uns auf Abstand zu halten", sagte der Dominator der vergangenen Jahre, der als erster Kombinierer zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewinnen kann.

Die entscheidende Attacke gelang aber Rießle, der schon den Weltcup-Auftakt in Lillehammer gewonnen hatte. "Ich hatte mir vor dem Rennen zwei Varianten überlegt. Da ich mich gut gefühlt habe, habe ich mich für die längere entschieden. Ich hatte keine Lust, mich auf einen Zielsprint einzulassen", sagte der Sieger des Tages.

Manuel Faißt belegte am Wochenende die Plätze 14 und 13, auch Jakob Lange als 28. und 19. sowie Tino Edelmann auf den Rängen 18 und 23 landeten zweimal in den Punkten.

to/sw (dpa, sid)

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