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Kunst-Biennale Venedig

Deutsche Künstler gewinnen Goldene Löwen von Venedig

Franz Erhard Walther erhält die große Auszeichnung der Kunst-Biennale in Venedig als bester Künstler. Auch der Deutsche Pavillon, gestaltet von der Künstlerin Anne Imhof, gewinnt einen Goldenen Löwen.

Italien Venedig Biennale Deutscher Pavillon (picture-alliance/NurPhoto/G. Cosua)

Der Deutsche Pavillon mit der Performance "Faust" erhält einen Goldenen Löwen

Die Preise der 57. Kunst-Biennale in Venedig werden für den besten Künstler und den besten nationalen Beitrag verliehen - und gleich zwei deutsche Vertreter erhalten die Ehrung: Franz Erhard Walther und Anne Imhof. Sie wurden von der Jury aus 120 Künstlern aus 51 Ländern für die renommierte Auszeichnung ausgewählt.

Franz Erhard Walther (picture-alliance/dpa/A. Reuther)

Franz Erhard Walther freut sich über die Auszeichnung als bester Künstler

"Kunst an sich, als Manifestation von Freiheit, von Kreativität in Bezug auf den Menschen, ist hochpolitisch, nicht parteipolitisch", sagt der 77-jährige Preisträger Franz Erhard Walther aus Fulda, der zum ersten Mal an der Kunst-Biennale teilnimmt. "Aber Kunst in einem freien, allein ästhetischen Raum gab es für mich nie, auch in der Geschichte nicht." Er findet das Motto der diesjährigen Biennale "Viva Arte Viva" dennoch passend, denn Kunst zu leben, das entspreche ganz seiner Philosophie.

Anne Imhof (Imago/I. Kjer)

Anne Imhof machte sich bereits einen Namen für ihre Performance-Kunst

"Faust" als Performance

Im deutschen Pavillon zeigt die Frankfurter Künstlerin Anne Imhof die etwa fünf Stunden lange Performance "Faust". Und Performances ist das, was die 39-Jährige schon länger macht: Dabei lässt sie Drohnen und Falken fliegen, Taschendiebe tanzen und Türsteher Geheimcodes austauschen. Ihre Arbeiten erstrecken sich zu unterschiedlichen Zeiten über mehrere Orte. Es sind Gesamtkunstwerke aus Musik, Aktion, Film, Installationen und bildender Kunst, die sie mit einem großen Team realisiert. Bei "Faust" spielt sie mit den Themen Macht und Ohnmacht, Willkür und Gewalt, Widerstand und Freiheit. Durch das monumentale Gebäude wurden dicke Glasböden gezogen, Hunde stehen in einem Zwinger vor dem Pavillon. Es gehe um das Gefühl, in der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein oder nicht, sagte die Kuratorin Susanne Pfeffer bei der Eröffnung des Pavillons.

Die 57. Kunst-Biennale von Venedig haben an diesem Samstag ihre Tore für das Publikum geöffnet. Erwartet werden bis Ende November etwa eine halbe Million Besucher. Die Biennale ist einer der wichtigsten Schauen für zeitgenössische Kunst.

fab/ml (dpa)

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