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Kultur

Deutsche Künstler für Schröders Irak-Kurs

In einer gemeinsamen Erklärung unterstützen insgesamt 19 deutsche Künstler und Intellektuelle, von Günter Grass
bis Martin Walser, den Irak-Kurs der Bundesregierung. Der Wortlaut des am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Textes:

"Es droht ein Krieg im Irak. Es droht tausendfacher Tod von
Unschuldigen. Es droht eine Radikalisierung der islamischen Welt. Die Gründe, aus denen dieser Krieg geführt werden soll, sind uns nicht einsichtig. Gerhard Schröder hat es als erster europäischer Regierungschef auf sich genommen, vor diesem Krieg zu warnen. Das hat ihm zahllose politische Diffamierungen und den Vorwurf des Antiamerikanismus eingebracht. Dieser Kritik möchten wir entgegentreten: Wir unterstützen den Kanzler und seinen Außenminister in ihrer Politik zur Irak-Frage. Wir halten den Vorwurf des Antiamerikanismus für töricht, weil Kritik am politischen Verhalten eines Partners keine Verletzung der Beziehungen, sondern die Voraussetzung für eine fundierte Freundschaft ist. Zudem wissen wir uns als Deutsche in einer besonderen Verantwortung für den Bestand der Werte, die unsere demokratischen Gesellschaften ausmachen."

Die Unterzeichner:

Manfred Bissinger, Prof. Hark Bohm, Volker Braun, Prof. Fred Breinersdorfer, Prof. Jürgen Flimm, Günter Grass, Peter Härtling, Marius Müller-Westernhagen, Prof. Oskar Negt
Moritz Rinke, Peter Rühmkorf, Prof. Peter Sloterdijk, Tilman Spengler, Friedrich Schorlemmer, Ingo Schulze, Prof. Klaus Staeck, Johano Strasser, Martin Walser, Prof. Uwe Wesel

  • Datum 26.02.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3IoY
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