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Deutschland

Deutsche Irak-Geiseln: Ultimatum läuft ab

Vor Ablauf eines Ultimatums der Entführer der im Irak entführten Deutschen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Eingehen auf die Forderungen der Kidnapper erneut zurückgewiesen.

Bundeskanzlerin Merkel, Quelle: AP

Merkel: "Wir können uns nicht erpressen lassen"

Das Schicksal der vor rund sechs Wochen im Irak entführten 61-jährigen Hannelore Marianne K. und ihres 20-jährigen Sohnes ist weiterhin ungewiss. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Dienstag (20.3.07), der Krisenstab setze seine Bemühungen um die Freilassung der im Irak lebenden Deutschen intensiv fort. Weitere Informationen gab es nicht.

Am heutigen Dienstag läuft das Ultimatum der Entführer ab. Sie hatten damit gedroht, die Verschleppten zu ermorden, falls nicht bis heute mit dem Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan begonnen werde.

"Große Sorge"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Montag nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi in Rom erklärt: "Wir können uns nicht erpressen lassen von Leuten, die so Schreckliches mit anderen Menschen machen." Sie äußerte "große Sorge" wegen des Verlaufs der seit dem 6. Februar andauernden Geiselnahme.

Auch der irakische Vizepräsident Tarek al-Haschimi forderte die Entführer auf, die Verschleppten so bald wie freizulassen. Haschimi forderte die Freilassung als "Zeichen des guten Willens". Der Irak müsse bei der internationalen Gemeinschaft Mitgefühl für das Leid der Bevölkerung wecken. Unschuldige zu entführen und sie für die Politik ihrer Regierungen verantwortlich zu machen, diene nicht diesem Ziel.

Eine Gruppe, die sich "Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit" nennt, hatte die Deutsche, die mit einem Iraker verheiratet ist, und ihren Sohn verschleppt. Vergangene Woche war eine Video-Botschaft der Entführer aufgetaucht, in der mit der Tötung der Geiseln gedroht wurde. (kas)

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