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Fokus Osteuropa

Deutsche Investoren loben Wirtschaftsstandort Serbien

Die deutsch-serbischen Wirtschaftsbeziehungen sind auch in Krisenzeiten gut. Das zeigt eine Umfrage unter deutschen Investoren in Serbien. Interessenten können sich nun monatlich über das Investitionsklima informieren.

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Zulieferer willkommen

Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Serbien hat kürzlich die erste Ausgabe eines Info-Newsletters über Serbien als Wirtschaftsstandort herausgegeben. Die Online-Publikation –

http://serbien.ahk.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/newsletter_august.pdf

– wird einmal im Monat erscheinen. Markus Zenetti Leiter der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Serbien und Montenegro, erklärt das Konzept. „Dieser Newsletter ist speziell für ein deutsches Publikum gedacht“, sagte er in Belgrad. Er beinhalte aktuelle Informationen aus Serbien über den serbischen Markt, die bilaterale wirtschaftliche Kooperation sowie Investitionen. „Im Prinzip, alles was man sich in Deutschland erhofft, über Serbien lesen zu können“, meint Zenetti.

Investoren sehr zufrieden

Deutschland gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Serbiens. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Serbien habe sich trotz der politischen Instabilität der vergangenen Monate wegen der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo und der vorgezogenen Parlamentswahlen ungehindert entwickelt, sagte Markus Zenetti. Die Investoren seien geblieben.

In einer auch in anderen Ländern Südosteuropas durchgeführten Umfrage erklärten Investoren, sie würden erneut in Serbien investieren. „Serbien war Spitzenreiter in ganz Südosteuropa, 97 Prozent der Befragten haben gesagt, sie würden wieder nach Serbien kommen. Diesen Wert hat niemand erreicht, weder Rumänien, Bulgarien, Ungarn“, so Zenetti. Als Hauptargumente für Investitionen in Serbien sind in der Umfrage angeführt: die relativ niedrigen Steuersätze, niedrige Lohnkosten, die zentrale Lage in Südosteuropa, das Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland sowie die Mitgliedschaft in der Freihandelszone CEFTA.

Weitere Perspektiven

Markus Zenetti ist zufrieden mit den bisherigen Investitionen der deutschen Wirtschaft in Serbien. Diese seien aber noch ausbaufähig. „Es gibt schon noch viel zu tun. Das Interesse ist sehr erfreulich. Wir sehen einige Neuzugänge im Bereich der Automobilindustrie wie FIAT. Dabei reden wir aber hauptsächlich über die Zulieferer.“ Der Leiter der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Serbien betonte, Serbien sei auf einem guten Weg. Im kommenden Jahr sei mit höheren Investitionen aus Deutschland zu rechnen.

Wichtig sei aber auch, so Zenetti, das politische Stabilität einkehre. Denn Stabilität sei einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf Investoren. „Geld ist ein scheues Reh. Die Leute schauen sehr genau darauf, gerade unsere Gruppe der Klein- und Mittelständler, die unsere Hauptkundengruppe sind. Für die ist es wichtig, einfach keinen Fehler zu machen“, meint Zenetti.

Aleksandar Djokanovic

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