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Nahost

Deutsche Hilfstransporte als Zeichen der Solidarität

Während noch über Zusammensetzung und Mandat der UN-Truppe für den Libanon diskutiert wird, ist die humanitäre Hilfe bereits angelaufen. Auch aus Deutschland kommt Unterstützung.

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Heidemarie Wieczorek-Zeul bei der Ankunft einer Transall Maschine in Beirut

Die Transall-Maschine der deutschen Luftwaffe kommt langsam auf der Rollbahn des Rafik-Hariri-Flughafens in Beirut zum Stehen. Es ist der elfte Flug der deutschen Transport-Maschinen. 60 Tonnen Hilfsgüter haben sie bereits transportiert - Zelte, Decken, Medikamente, Nahrungsmittel. Die Ladung wird vom Welt-Ernährungs-Programm der Vereinten Nationen im zypriotischen Larnaca zusammen gestellt. "Heute transportieren wir etwa sechs Tonnen Mehl, das von der russischen Republik aus ihren Staatsreserven bereitgestellt wurde," sagt Oberstleutnant Hartmut Beilmann.

Deutschland will Unterstützung demonstrieren

Wieczorek-Zeul in Libanon Ausladen Transall Maschine

Deutsche Luftwaffe transportiert Hilfsgüter in den Libanon

Bei diesem Flug ist auch politische Prominenz an Bord: Die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, ist am Sonntag (27.8.) zu einem Kurzbesuch in den Libanon gekommen - auch, um Unterstützung für das Land zu demonstrieren: "Mir war es wichtig, ein Zeichen der Solidarität für die Menschen im Libanon zu setzen, die ja so sehr gelitten haben, und auch ein Zeichen der Unterstützung für Präsident Siniora und dafür, dass er seine Autorität und seine Vorstellungen und Perspektiven im Libanon verwirklichen kann."

Ein kleiner Tross an libanesischen und deutschen Offiziellen begleitet die Ministerin zum Auto. Als erstes steht ein Besuch der schiitischen Viertel in Beirut auf dem Programm. Auf dem Rollfeld geht derweil die Arbeit los. Langsam öffnet sich die Heck-Klappe der Transall, ein Gabelstabler nähert sich - das Ausladen beginnt. Noch hundert Tonnen Hilfsgüter liegen in Larnaca bereit. Der Einsatz der Bundeswehr für den Libanon ist zeitlich nicht begrenzt.

Hilfsgüter-Flüge für das Welt-Ernähungs-Programm

Wieczorek-Zeul in Libanon Ausladen Transall Maschine

Unterstützung für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

"Wir sind die einzige Armee, die derzeit Transport-Kapazitäten für das Welt-Ernährungs-Programm für die UN zur Verfügung gestellt hat", sagt Oberstleutnant Beilmann. "Wir waren die ersten, die diese Flüge durchgeführt haben. Und nach wie vor sind wir die einzigen, die im Rahmen der humanitären Hilfe für die Zivilbevölkerung hier im Libanon fliegen." Meistens sind es zwei Flüge am Tag, möglich wären bis zu vier.

Alles geht sehr schnell, die Paletten sind innerhalb von einer halben Stunde ausgeladen, dann kann es wieder zurückgehen nach Zypern. Viel bekommen die Piloten der Luftwaffe also nicht zu sehen von Beirut. "Wir können mit dem ein oder anderen Flughafen-Mitarbeiter ins Gespräch kommen, mit den Kameraden der libanesischen Armee, die hier mit vor Ort sind, oder mit Mitarbeitern des Welt-Ernährungs-Programms. Und das ist alles", bedauert Oberstleutnant Beilmann. "Wir haben keinen Einblick ins Land, wir kommen nicht vom Flugplatz runter. Wir fliegen wieder zurück nach Zypern und erledigen unseren Auftrag."

Und das bedeutet: Das gleiche Prozedere am nächsten Tag - so lange, bis alle Hilfsgüter der Vereinten Nationen für den Libanon in Beirut angekommen sind.

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