1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Deutsche Handballer im WM-Achtelfinale

Nach dem dritten Sieg im vierten Spiel erreicht die Auswahl des Deutschen Handballbundes bei der WM in Katar das Achtelfinale. Gegen Argentinien bieten die Deutschen vor allem kämpferisch eine Glanzleistung.

Mit einem hart erkämpften Sieg sind die deutschen Handballer bei der Weltmeisterschaft in Katar ungeschlagen ins Achtelfinale gestürmt. Einen Spieltag vor Abschluss der Vorrunde erkämpfte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Donnerstag in Doha gegen Argentinien einen 28:23 (13:14)-Arbeitssieg. Vor rund 3800 Zuschauern in der Multipurpose Hall warf Patrick Groetzki sieben Tore für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

"Ich muss den Hut ziehen vor den Jungs. Es war ein richtig hartes Stück Arbeit, körperlich und auch für den Kopf. Wir haben richtig gut gespielt und machen ein Superturnier", sagte Sigurdsson am "Sky"-Mikrofon. Mit einem Erfolg im abschließenden Vorrundenspiel am Samstag gegen Außenseiter Saudi-Arabien würde Deutschland als Sieger der Gruppe D in die K.o.-Runde der WM einziehen. "Wir müssen uns im letzten Spiel noch mal reinhängen", betonte der starke Schlussmann Carsten Lichtlein und wollte daher vorzeitige Glückwünsche zum Gruppensieg noch nicht annehmen.

Bis in die Schlussphase hielten die Argentinier dank ihrer unangenehmen Spielweise dagegen. "Es war ganz wichtig, dass wir in einer gewissen Weise ruhig geblieben sind, als Mannschaft zusammen gestanden haben und gekämpft haben", erklärte Matchwinner Groetzki. "Mit so einem souveränen Auftreten der Mannschaft hätte ich nicht gerechnet, auch nicht mit der Leistung einiger Spieler", lobte Ex-Bundestrainer Heiner Brandt.

Leben selbst schwer gemacht

Deutschlands Handballspieler Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Carsten Lichtlein (l.-r.) klatschen sich ab (Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Entspanntes Abklatschen: Gensheimer, Groetzki, Lichtlein

Tatsächlich hatte sich die deutsche Mannschaft das Leben über weite Strecken selbst schwer gemacht. Im dem vierten Turnierspiel verlor sie erstmals ihre bisher erfolgreiche spielerische Linie. Im Angriff lief vieles ungeordnet. In der Abwehr hatten die Spieler um Kapitän Uwe Gensheimer große Probleme mit den wendigen und kompromisslosen Argentiniern, die immer wieder versuchten, Fouls zu provozieren. So war Steffen Weinhold bereits nach 14 Minuten mit zwei Zeitstrafen belastet. Dem Kieler drohte daher die Disqualifikation, weswegen er nur noch im Angriff eingesetzt wurde.

Dennoch kam fast kein flüssiges Kombinationsspiel zustande. Zwar führte die deutsche Mannschaft auch dank toller Paraden von Torhüter Lichtlein mit 7:5 (12.), kassierte aber drei Gegentore hintereinander zum 7:8 (17.). Die anschließende 10:8-Führung (22.) brachte auch nicht die gewünschte Sicherheit. Im Gegenteil: In der wechselhaften Partie geriet die DHB-Auswahl kurz vor der Pause mit 12:14 (27.) ins Hintertreffen, ehe Weinhold zum 13:14-Pausenstand traf.

Auch nach dem Wiederbeginn änderte sich das Bild nicht. Die deutsche Mannschaft erkämpfte sich eine 17:15-Führung (36.), verlor sie aber auch umgehend wieder. Dann aber fand die DHB-Auswahl in der Abwehr die geeigneten Mittel gegen den Panamerikameister, setzte sich auf 22:19 (46.) ab, konnte sich aber gegen die nie aufgebenden Argentinier bis zum Schlusspfiff keine Verschnaufpause gönnen.

Auch Polen und Dänemark weiter

Der Pole Bartosz Jurecki wirft auf das Tor von Saudi Arabien (Foto: MARWAN NAAMANI/AFP/Getty Images)

Das Tor fest im Blick: der Pole Bartosz Jurecki

Unterdessen konnten sich in der deutschen Gruppe D auch Polen und Dänemark für das Achtelfinale qualifizieren. Die vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen gewannen in Doha gegen Saudi-Arabien mit 32:13 (17:6) und feierten ihren dritten Sieg. Der WM-Zweite Dänemark kam zum Abschluss des vierten Spieltages zu seinem zweiten Erfolg. Das Team um den ehemaligen Welthandballer Mikkel Hansen besiegte Russland unerwartet deutlich mit 31:28 (16:8). Russland braucht im letzten Spiel gegen Argentinien einen Sieg, um das Achtelfinale zu erreichen.

In der Gruppe C, aus der sich der deutsche Achtelfinal-Gegner rekrutiert, unterstrich Ägypten einmal mehr seine Rolle als Favoritenschreck. Die Nordafrikaner trotzten dem Olympia-Zweiten Schweden ein 25:25 (10:10) ab. Einen erwartet souveränen 32:26 (19:12)-Erfolg feierte Olympiasieger Frankreich gegen Algerien. Dagegen erlebte Island eine unangenehme Überraschung und erlitt gegen das zuvor punktlose Team aus Tschechien eine 25:36 (11:21)-Pleite.

Die Redaktion empfiehlt